Oscar-Preisträger Martin Landau gestorben

  17 Juli 2017    Gelesen: 606
Oscar-Preisträger Martin Landau gestorben

Martin Landau spielte einen anderen Schauspieler in einem Film über einen anderen Regisseur - und bekam dafür den Oscar. Bekannt ist er auch aus der Serie "Kobra, übernehmen Sie". Nun ist er in Los Angeles gestorben.

Der US-Schauspieler Martin Landau, der für seine Rolle als Bela Lugosi in "Ed Wood" einen Oscar erhielt, ist tot. Landau starb bereits am Samstag im Alter von 89 Jahren "nach unerwarteten Komplikationen" in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie seine Sprecherin mitteilte. Weitere Angaben zu dem Grund seiner Krankenhausbehandlung gibt es nicht. Bis zuletzt stand Landau noch vor der Kamera.

Hollywood trauerte um den Charakterdarsteller. "Mit Martin Landau an 'Ed Wood' zu arbeiten, war eine Freude. Was für ein talentierter, netter, großherziger Schauspieler", schrieb Oscar-Preisträgerin Patricia Arquette auf Twitter. "Er war immer so nett zu mir. Ich werde ihn vermissen", erklärte Marlee Matlin. Auch Alec Baldwin und William Shatner bekundeten ihre Trauer.

Landau hatte eine sechs Jahrzehnte lange Karriere mit fast 200 TV- und Filmauftritten. 1959 spielte er unter der Regie von Alfred Hitchcock in "Der unsichtbare Dritte" mit. Woody Allen holte ihn für "Crimes and Misdemeanors" ("Verbrechen und andere Kleinigkeiten") in der Rolle eines untreuen Arztes vor die Kamera.

Erst 1995, nach mehr als 70 Hollywood-Filmen, erhielt er für seine Rolle als Bela Lugosi in Tim Burtons "Ed Wood" seinen ersten und einzigen Oscar als bester Nebendarsteller. Als Fernsehstar wurde er in den 1960er Jahren vor allem durch die Agenten-Serie "Kobra, übernehmen Sie" (Original-Titel "Mission: Impossible") an der Seite seiner damaligen Ehefrau Barbara Bain bekannt.

In den 1970er Jahren war das Paar in der britischen Science-Fiction-Serie "Mondbasis Alpha 1" zu sehen. Die Ehe wurde 1993 nach mehr als 35 gemeinsamen Jahren geschieden. Weitere TV-Rollen und Gastauftritte hatte Landau unter anderem in "Bonanza" und "Solo für O.N.C.E.L.".

Quelle: n-tv.de

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