Wer wollte Hitlers engster Verbündeter werden?

  21 Auqust 2017    Gelesen: 1327
Wer wollte Hitlers engster Verbündeter werden?

Letzte Woche ist zwischen Russland und Polen (erneut) ein Streit um die Geschichtsdeutung entbrannt, nachdem der polnische Außenminister Witold Jan Waszczykowski dem polnischen Online-Portal "wPolsce" erklärt hat, die Sowjetunion hat entscheidend am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mitgewirkt gemeinsam mit Deutschland Polen überfallen.

Wie das russische Geschichtsportal "nvo.ng.ru" berichtet, zeigen die historischen Fakten und Dokumente allerdings ein ganz anderes Bild. Demzufolge hat Polen bis zum Ausbruch des Krieges nicht als Opfer sondern vor allem als Aggressor agiert. So habe Polen als erstes europäisches Land angefangen mit Hitler-Deutschland zu paktieren und bereits am 26. Januar 1934 mit Deutschland einen Nichtangriffspakt unterzeichnet.

Diese Vereinbarung, die in geschichtlichen Kreisen als Piłsudski-Hitler-Pakt genannt wird, sei in mehreren geheimen Protokollen verzeichnet worden. Verschiedene zeitgenössische Verlage wie etwa die französische "L'Echo de Paris" oder die britische "New Statesman and Nation" nahmen dazu Stellung und berichteten, in den geheimen Protokollen gäbe es Pläne für einen gemeinsamen Angriff Deutschlands und Polens auf die Sowjetunion.

Nach dem Tod des ersten Staatsoberhauptes des neuen polnischen Staates, Józef Klemens Piłsudski, übernahmen seine Nachfolger die antisowjetische Politik und träumten von der Wiederherstellung des „Großen Polens“ von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Am 31. August 1937 erließ der polnische Generalstab die Direktive Nummer 2304/2/37, in der explizit das Ziel angestrebt wurde, „jegliches Russland zu zerstören“. Auch die polnische Militärdoktrin von 1938 erklärte, die Aufteilung Russlands sei das Grundziel der polnischen Politik. Der Hauptfokus richte sich auf „Schwächung und Niederschlagung Russlands.“

Warschau habe 1938, dem Jahr der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich, Hitlers Vorgehen offen akzeptiert und den „Anschluss“ vom 12. und 13. März 1938 ein „rein österreichisches innenpolitisches Problem“ genannt. Danach stellte Warschau zudem ein Ultimatum an Lettland und drängte selbst auf die Eingliederung neuer Territorien.

So forderte die polnische Regierung am 21. September 1938 von der Tschechoslowakei die Abgabe des östlichen Teschener Schlesien, das Olsagebiet. Am 30. September verfasste Polen ein zweites Ultimatum an Prag und schickte anschließend am 1. Oktober gemeinsam mit dem Deutschen Reich Besatzungstruppen ins Teschener Schlesien. Am 2. Oktober wurde feierlich die Eingliederung des Gebietes in das „Mutterland“ gefeiert.

Quelle : sputnik.de

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