Von Tschernobyl bis Dracula

  23 Auqust 2017    Gelesen: 812
Von Tschernobyl bis Dracula

Verstümmelte Spielzeugpuppen, ausgestorbene Landstriche und die Burg von Graf Dracula - wer Orte mit Gruselfaktor sucht, kann viele interessante Plätze besuchen. Ein Überblick über Attraktionen mit Schauer-Garantie.

Auf der "Insel der toten Puppen" (Isla de las Muñecas) in Mexiko sind Hunderte verstümmelte Spielzeugpuppen in den Bäumen aufgehängt. Sie sollten ursprünglich den Geist eines Mädchens vertreiben, das angeblich nahe der Insel ertrunken war. Seit einigen Jahren entwickelt sich ein Trend, der das etwas andere Urlaubserlebnis bietet. Der Katastrophentourismus verspricht eine andere Art von Attraktionen - Henkersmahlzeit im Kerker statt Aperol-Spritz auf der sonnigen Piazza.

Man kann zum Beispiel den Wald der Selbstmörder in Japan besuchen oder Kambodschas "Killing Fields". Die Palette an Reisemöglichkeiten ist so breitgefächert wie der Grusel selbst. Warum aber ist aus dem Phänomen ein Trend geworden? Ein Grund mag die Neugier sein - die Neugier nach Authentizität. Sicherlich kommt aber auch noch eine große Portion an Voyeurismus dazu.

Gruft bis Dracula-Burg

Die Gruft unter dem Kapuzinerkloster in Palermo ist ein wahres Gruselkabinett. Es gibt fünf Korridore: Männer, Frauen, Priester, Kapuziner und höher stehende Berufsgruppen wie Ärzte und Anwälte. Das Geschäft mit dem Grusel boomt. Jedes Jahr reisen Millionen Touristen um den Globus auf der Suche nach dem ultimativen Kick und das haben die Reiseveranstalter auch schon längst mitbekommen. So können Touristen einen zweitägigen Trip nach Tschernobyl machen. Der Basis-Preis bei diversen Anbietern liegt mit Flug und Hotel bei etwa 500 Euro.

Das Makabre, das Skurrile, das Unheimliche - wer es sucht, findet es überall. Es muss ja nicht gleich Tschernobyl oder Sarajevo sein. Vielleicht tut es für den Anfang ja auch eine Dracula-Tour durch Rumänien. "Graf Dracula" ist der personifizierte Grusel. Schloss Bran in Siebenbürgen ähnelt der Beschreibung des Dracula-Schlosses in Bram Stokers "Dracula".

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