Was man über Windows 11 wissen muss

  26 September 2021    Gelesen: 307
  Was man über Windows 11 wissen muss

Am 5. Oktober veröffentlicht Microsoft Windows 11. Zunächst werden nur wenige Computer das Upgrade erhalten, für den Großteil soll das neue Betriebssystem Anfang 2022 zur Verfügung stehen. Welche Geräte sind kompatibel und was erwartet Nutzer?

Bei der Vorstellung von Windows 10 vor mehr als sechs Jahren hatte es sich so angehört, als ob das Betriebssystem zwar stetig weiterentwickelt werden, der Name aber bleiben würde. Doch Microsoft zählt weiter und jetzt steht Windows 11 vor der Tür. Es bleibt also im Prinzip bei einem 5-Jahres-Zyklus wie bei den Vorgängern. Fest steht aber, dass Windows-10-Nutzerinnen und -Nutzer nicht zur Kasse gebeten werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Windows 11 im Überblick:

Gibt es ein neues Design?

Ja. Microsoft hat die einst umstrittenen Kacheln verbannt und das neue Startmenü öffnet sich mittig, weil auch der Start-Button in die Mitte der Taskleiste gewandert ist. Abgerundete Ecken fallen vor allem bei den Fenstern auf, alles wirkt luftiger. Der Dateimanager Explorer wurde entschlackt, die Einstellungen aufgehübscht. Zudem meldet sich das System mit neuen Klängen, Symbolen und Hintergründen.

Welche neuen Funktionen sind an Bord?

Neu sind etwa Widgets, also Fensterchen mit News, dem Wetter oder anderen Infos. Auch den Fokus-Modus für ungestörtes Arbeiten ohne Ablenkungen, der sich in der Uhren-App aktivieren lässt, gab es in Windows 10 noch nicht. Eingeführt werden zudem virtuelle Desktops, mit denen sich unterschiedliche Arbeitsumgebungen etwa für Arbeit und Freizeit selbst mit einem Monitor realisieren lassen, und das sogar mit unterschiedlichen Hintergründen.

Was sollen Snap-Layouts sein?

Es handelt sich dabei um eine neue Gruppierungsfunktion, die den Umgang mit vielen Fenstern und Programmen unter optimaler Ausnutzung der Displayfläche erleichtern soll. Es erscheinen Anordnungsvorschläge, sobald man bei einem Fenster rechts oben auf das Maximieren-Icon geht. Hat man sich für ein Layout entschieden und alle Fenster dementsprechend auf dem Bildschirm verteilt, ist ein Snap-Gruppe entstanden. Und die lässt sich praktischerweise in Gänze minimieren und maximieren.

War nicht auch von Android-Apps die Rede?

Tatsächlich sollen sich auch Android-Apps im generalüberholten Microsoft Store suchen, über den Amazon-App-Store herunterladen und unter Windows 11 nutzen lassen. In Sachen Software-Verzahnung plant Microsoft unter anderem die Integration des Xbox-Abos Game Pass und der Teams-Tools in Windows 11.

Gibt es Windows 11 nur für neue Rechner?

Nein. Wenn die technischen Voraussetzungen erfüllt sind und die aktuellste Windows-10-Version installiert ist, wird Windows 11 angeboten. Allerdings nicht unbedingt sofort am 5. Oktober. Die Aktualisierung wird nach und nach verteilt. Das kann Wochen, wenn nicht Monate dauern. Ungeduldige können dann und wann auch manuell prüfen, ob Windows 11 für sie schon bereitsteht, und zwar unter "Einstellungen/Windows Update/Nach Updates suchen".

Bekommt mein Rechner Windows 11?

Das kommt darauf an. Microsoft hat technische Mindestanforderungen festgelegt, die ein System erfüllen muss - sonst bricht der Setup-Assistent die Installation ab. Im Vergleich zu Windows 10 sind die Anforderungen deutlich gestiegen. Insbesondere wird ein vergleichsweise neuer Prozessor verlangt. Wichtig: Wer die Home-Version von Windows 11 installieren und einrichten will, kann dies laut Microsoft nur angemeldet mit einem Microsoft-Konto tun. Ohne Konto geht es offiziell nur in der Pro-Version.

Erfüllt mein PC die Microsoft-Kriterien?

Um herauszufinden, ob ein Rechner die technischen Voraussetzungen für das neue Betriebssystem erfüllt, kann man die minimalen Systemvoraussetzungen checken. Um es genau zu wissen, stellt Microsoft ein Programm zur PC-Integritätsprüfung, kurz "Health Check", zum Download zur Verfügung. Nachdem man es gestartet hat, klickt man auf "Jetzt überprüfen" und erhält nach kurzer Zeit das Ergebnis.

Kostet Windows 11 Geld?

Umsteiger zahlen nichts, der Wechsel von Windows 10 auf Windows 11 ist kostenlos. Nur wer einen neuen Rechner mit Windows 11 anschafft, zahlt eine gewisse Summe des Kaufpreises für die Lizenz. Und wer einen neuen Rechner ohne Betriebssystem kauft und Windows 11 möchte, muss natürlich eine Lizenz kaufen.

Laufen ältere Windows-Programme?

In aller Regel ja. Microsoft hält nach eigenen Angaben am "zentralen Design-Grundsatz der App-Kompatibilität" fest. Kurz: Was unter Windows 10, 8 oder 7 gelaufen ist, läuft auch unter Windows 11.

Was ist, wenn mein Rechner nicht bereit ist oder ich Windows 11 nicht will?

Dann passiert erst einmal gar nichts. Automatisch installiert sich Windows 11 nicht. Und man kann Windows 10 wie gehabt weiter nutzen. Aber irgendwann wird auch der Support für Windows 10 auslaufen, nach derzeitigem Fahrplan im Oktober 2025. Die Nutzung über diesen Zeitpunkt hinaus würde zum unkalkulierbaren Risiko, weil Microsoft dann keine Sicherheitsupdates mehr liefert - zumindest nicht gratis für Privatkunden.

Wann sind neue Geräte mit Windows 11 verfügbar?

Der allererste Windows-11-Rechner, den man kaufen kann, kommt aber natürlich von Microsoft selbst: Das neue Surface-Tablet Go 3 (ab 440 Euro) wird wie das neue Betriebssystem am 5. Oktober veröffentlicht. Im selben Monat folgt noch das Surface 8 Pro (ab 1180 Euro).

Und für Anfang 2022 hat Microsoft das flexible Surface Laptop Studio mit Windows 11 angekündigt. Dessen 14,4-Zoll-Touchscreen ist an einem Spezialscharnier befestigt, sodass sich das Gerät in einen Notebook-, Präsentations- und Tabletmodus klappen lässt.

Quelle: ntv.de, kwe/dpa


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