Deutsche halten Politik für zu nachlässig

  10 Auqust 2017    Gelesen: 526
Deutsche halten Politik für zu nachlässig

Nur ein Drittel der Deutschen ist überzeugt, dass bei der Aufarbeitung des Abgasskandals die Umwelt und Dieselbesitzer im Vordergrund stehen. Wenig überraschend meint die Mehrheit auch, dass die Politik die Autobauer nicht hart genug ran nimmt.

Bei der Aufarbeitung des Abgasskandals hält eine große Mehrheit der Bürger die Politik für zu nachlässig im Umgang mit der Automobilindustrie. Im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" sind 67 Prozent der Befragten der Auffassung, dass die Politiker zu nachsichtig mit der Automobilindustrie umgehen. 21 Prozent gaben an, der Umgang sei angemessen, sechs Prozent fanden ihn zu streng.

Bei der Frage, was aus Sicht der Bürger bei der Aufarbeitung des Skandals für die Politik im Vordergrund stehe, waren 63 Prozent der Auffassung, dies seien die Interessen der Autoindustrie und die Arbeitsplätze. 23 Prozent der Befragten gaben an, der Schutz der Umwelt und die Gesundheit der Bürger stünden im Vordergrund, sieben Prozent waren der Auffassung, es seien die Interessen der Dieselbesitzer.

Nach ihrem Vertrauen in deutsche Automobilindustrie befragt sagten 57 Prozent der Bürger, sie hätten im Zuge des Skandals persönlich Vertrauen verloren. Für 38 Prozent galt das nicht. Im "Deutschlandtrend" Ende Juli sagten nach dem Bekanntwerden der Kartellvorwürfe 56 Prozent der Befragten, dass sie kein Vertrauen verloren hätten. 38 Prozent sprachen zu diesem Zeitpunkt von einem Vertrauensverlust.

Befragt wurden für die Untersuchung am Montag und Dienstag 1005 Bürger.

Quelle: n-tv.de

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