Portugals Innenministerin tritt nach verheerenden Waldbränden zurück

  18 Oktober 2017    Gelesen: 210
Portugals Innenministerin tritt nach verheerenden Waldbränden zurück

Nach viel Kritik im Zusammenhang mit den neuen verheerenden Waldbränden in Portugal hat Innenministerin Constança Urbano de Sousa ihren Rücktritt eingereicht. Ministerpräsident António Costa akzeptierte den Rücktritt. Bei den Waldbränden am Wochenende und am Montag waren mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen waren die Bezirke Coimbra und Castelo Branco im Zentrum des Landes sowie weiter nördlich der Bezirk Viseu.

In ihrem von Medien veröffentlichten Rücktrittsschreiben betonte Constança Urbano de Sousa, sie habe schon nach den Bränden vom Juni um ihre Entlassung gebeten. Die Brände hätten zwar mehrere Ursachen gehabt. "Aber ich bin zum Schluss gekommen, dass weder die politischen noch die persönlichen Voraussetzungen gegeben sind, um im Amt zu bleiben", sagte die nun frühere Ministerin.

Erst im Juni waren bei schweren Bränden in der Region Pedrógão Grande im Zentrum Portugals 64 Menschen gestorben. Experten und Medien stellten schon damals die Behörden und vor allem das zuständige Innenministerium an den Pranger. Beklagt wurde die mangelhafte Brandvorbeugung und auch die Tatsache, dass die Bewohner einiger betroffener Ortschaften die Flammen ohne Hilfe der überforderten Feuerwehr bekämpfen mussten. (dpa)

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