Palästinensische Hamas gegenüber RT: Trumps Entscheidung über Jerusalem "rassistisch & hasserfüllt"

  15 Dezember 2017    Gelesen: 417
Palästinensische Hamas gegenüber RT: Trumps Entscheidung über Jerusalem "rassistisch & hasserfüllt"
Alle Araber und Muslime sollen die Palästinenser in ihrer „gesegneten Intifada“ gegen Israel unterstützen, hat ein offizieller Hamas-Sprecher gegenüber RT gesagt. Der Widerstand solle andauern, bis die US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalmes als Hauptstadt Israels „fallengelassen“ wird.
"Die Hamas-Bewegung hat das palästinensische Volk aufgefordert, sich der israelischen Besatzung zu stellen und die gesegnete Intifada-Option gegen sie und gegen die US-amerikanische Entscheidung über Jerusalem anzunehmen“, sagte Abdullatif al-Qanoua in einem Interview mit RT am Mittwoch. Die Palästinenser befinden sich seit langem in einem ständigen Kampf um die Verteidigung ihres Territoriums, fügte der Hamas-Beamte hinzu und sagte, dass die Bewegung jetzt eine „eskalierende Intifada im Westjordanland, im besetzten Jerusalem und im Gazastreifen“ fordert.

Da Washington mit Israel eine solche Entscheidung gemeinsam getroffen hat, trägt es nun auch die volle Verantwortung für die Folgen auf allen Ebenen. Der Kampf sollte fortgesetzt werden, bis die Entscheidung der USA über Jerusalem revidiert wird, so al-Qanoua.

Der Vertreter der islamisch-konservativen Hamas-Organisation sagte, dass Jerusalem ein symbolischer Ort „für die gesamte arabische und muslimische Welt“ sei. Er sagte, dass die Hamas „alle arabischen und muslimischen Menschen aufruft, das palästinensische Volk in ihrem Kampf für die Stadt zu unterstützen“.




Vergangene Woche wiesen die Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga die Entscheidung der USA ab. „Sie vertieft Spannungen, entfacht Wut und droht, die Region in mehr Gewalt und Chaos zu stürzen“, sagte die 22-köpfige Organisation in einer gemeinsamen Erklärung.

Am Mittwoch wurde Trumps Entscheidung auch von muslimischen Führern verurteilt, die sich in Istanbul zu einem Notgipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) versammelt hatten. Nachdem die OIC den umstrittenen Schritt als „Angriff“ auf die Rechte des palästinensischen Volkes bezeichnet hatte, erkannte sie Ost-Jerusalem offiziell als Hauptstadt Palästinas an.

In dem Kommuniqué heißt es, dass die Islam-Organisation „die einseitige Entscheidung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Jerusalem als die sogenannte Hauptstadt Israels, einer Besatzungsmacht, anzuerkennen, ablehnt und aufs Schärfste verurteilt“.

„Die US-Entscheidung über Jerusalem belohnt Israels Terrorakte. Wir erkennen Jerusalem als Hauptstadt des besetzten Palästina an und rufen die ganze Welt auf, dasselbe zu tun. Jerusalem ist die rote Linie für Muslime“, sagte Erdoğan und lobte Länder, die sich geweigert haben, die US-Initiative anzuerkennen. Während des Treffens fügte er hinzu, dass die Einbeziehung Palästinas in internationalen Abkommen beschleunigt werden sollte. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas fügte hinzu, dass sein Land eine künftige Rolle der USA im Nahost-Friedensprozess nicht akzeptieren wird.

„Wir werden niemals zulassen, dass die USA eine Rolle im zukünftigen Friedensprozess spielen. Jerusalem ist und bleibt die Hauptstadt Palästinas“, sagte er und forderte die Welt auf, die Stadt als solche anzuerkennen. Trumps Entscheidung wäre „das größte Verbrechen“ für das palästinensische Volk und eine Verletzung des Völkerrechts.

Im Gespräch mit RT prangerte der Hamas-Beamte auch Berichte über vermeintlich erfolgreiche Razzien Israels an, die auf seine Organisationsmitglieder im Westjordanland abzielten. „Die israelischen Versuche und die Verhaftungskampagne, die sich gestern Abend gegen Hamas-Führer und Mitglieder richtete, sind gescheiterte Versuche, die Entschlossenheit des palästinensischen Volkes zu brechen und sie daran zu hindern, die Intifada fortzusetzen“, behauptete er.

Nach der Ankündigung des Weißen Hauses in der vergangenen Woche hat die Hamas eine „Intifada bis zur Befreiung Jerusalems und ganz Palästinas“ gefordert. Die bewaffnete Gruppe, die den Gaza-Streifen kontrolliert, warnte davor, dass Trumps Entscheidung „die Tore der Hölle für die Interessen der USA in der Region öffnet“.

Die libanesische Hisbollah-Organisation unterstützte die Aufrufe der Hamas, einen neuen Aufstand gegen Israel zu starten. „Wir unterstützen den Aufruf für eine neue palästinensische Intifada und die Eskalation des Widerstands, der die größte, wichtigste und ernsteste Antwort auf die US-amerikanische Entscheidung ist“, sagte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah.

Eine Welle von Protesten erfasste die muslimische Welt, nachdem die USA Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannten. Während die US-Hauptstadtverlegung international als gefährlich und kontraproduktiv für eine friedliche Beilegung des langwierigen Konflikts angeprangert wird, wurden bereits Hunderte von Menschen bei neuen Zusammenstößen verletzt.


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