Buffett verliert fünf Milliarden an einem Tag

  06 Februar 2018    Gelesen: 992
Buffett verliert fünf Milliarden an einem Tag
Der Crash am Aktienmarkt kostet Superreiche viel Geld. Zeitweise verlieren sie 150 Milliarden US-Dollar. Ganz vorne dabei: Warren Buffett. Für ihn kommt es doppelt dick.  

Stellen Sie sich einmal vor, Sie verlieren fünf Milliarden Dollar. An einem Tag. Manch einer würde nervös werden, doch der US-Investor Warren Buffett ist für hektisches Investieren nicht bekannt. Trotzdem dürfte er die Buchverluste auf seinem Depotauszug am Montag nach Börsenschluss in den USA bemerkt haben.

Fünf Milliarden US-Dollar weniger als am Freitag standen zu Buche. Zwischenzeitlich waren es sogar rund sieben Milliarden weniger. Der Dow Jones-Index in den USA hatte zeitweise 1600 Punkte verloren und rechnerisch geht pro 4,5 Punkte eine Milliarde Börsenwert flöten. Am tiefsten Punkt des Tages hatten sich damit 355 Milliarden Dollar in Luft aufgelöst.

So wundert es nicht, dass auch andere Superreiche einen ungemütlichen Montag hatten. Der Crash am Aktienmarkt kostete Superreiche der Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" zufolge zeitweise 150 Milliarden US-Dollar.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg kam mit knapp 4 Milliarden Dollar glimpflich davon, denn einen Verlust von 4,5 Prozent seiner Facebook-Aktien nach einer so stattlichen Rally der letzten Jahre darf man als überschaubar bezeichnen.

Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte Glück im Kursunglück und durfte sich mit einem Tagesverlust von 2,8 Prozent bei Amazon fast als Gewinner fühlen. Bis kurz vor Handelsschluss lag sein Aktienbaby sogar im Plus, was für wirkliche relative Stärke spricht, wie der Börsianer zu sagen pflegt. Dabei sollte man an der Börse eigentlich sprichwörtlich niemals alle Eier in einen Korb legen, doch genau dies half Bezos und Zuckerberg nun. Denn sie besitzen hauptsächlich die Aktien der von ihnen gegründeten Firmen.

Wells Fargo verliert kräftig

Dagegen blickte Buffett auf hohe Verluste, weil seine Beteiligungen über das Investment-Vehikel Berkshire Hathaway breit gestreut sind - unter anderem ist es an Coca-Cola, Kraft und Bank of America beteiligt, die am Montag kräftig verloren.

Und mit seiner Top-Position Wells Fargo hat er zudem den Schwächling des Tages aus dem immerhin 500 Titel fassenden S&P 500 im Depot. Das Unternehmen verlor 27 Milliarden an Börsenwert, da die US-Börsenaufseher Wells Fargo einen Wachstumsstopp verordnete. Buffetts Top-Beteiligung ringt seit einem Jahr mit den Folgen eines Skandals um getrickste Bank- und Kreditkartenkonten. Für Buffett galt daher am Montag an der Börse der Spruch des Ex-Fußball-Profis Jürgen Wegmann: "Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu."

Quelle: n-tv.de

 


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