Russland „bestürzt“ über Kriegsrhetorik des britischen Verteidigungsministers

  11 Auqust 2018    Gelesen: 703
Russland „bestürzt“ über Kriegsrhetorik des britischen Verteidigungsministers

Die russische Botschaft in London hat die jüngsten „kriegerischen“ Aussagen des britischen Verteidigungsministers Gavin Williamson als „bestürzend“ und „bedauerlich“ bezeichnet. Diese Rhetorik könne Licht auf den wahren Grund für die Aufstockung der Nato-Finanzierung werfen, so die russischen Diplomaten.

Während seiner Rede in der US-Denkfabrik „Atlantic Council“ habe Williamson Russland der „Aggression, des Einsatzes von Geheimoperationen und Cyberwaffen, politischer Sabotage und des Militarismus“ beschuldigt, merkt die Botschaft an.

„In diesem Kontext sind wir über die äußerst kriegerische Rhetorik Williamsons erstaunt, der mit Großbritanniens ‚Bereitschaft, Wille und Fähigkeit‘ zur Anwendung von Gewalt in der ganzen Welt prahlt“, heißt es in einer Mitteilung der Botschaft auf der offiziellen Facebook-Seite.

Besonders erschütternd für die Diplomaten sei die von Williamson verkündete Absicht Londons, „das Gleichgewicht seiner globalen Positionierung zu verändern, um für die Durchführung militärischer Operationen auf dem europäischen Kontinent, im Nahen und Fernen Osten bereit zu sein“.

Der Meinung der Botschaft nach kann diese Rhetorik die wahren Motive für die vorangetriebene Aufstockung der Nato-Ausgaben andeuten, die in diesem Jahr „astronomische 1,036 Billionen US-Dollar erreichen sollen“.

„Solche verantwortungslose Kriegstreiberei seitens des britischen Verteidigungsministers sieht in den Augen der internationalen Öffentlichkeit barbarisch aus und kann nur Bedauern hervorrufen.“

Die russisch-britischen Beziehungen hatten sich infolge des Vorfalls in Salisbury zugespitzt, nachdem der ehemalige GRU-Mitarbeiter und Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet worden waren. London behauptet, in den Giftanschlag mit dem Stoff A-234 sei der russische Staat verwickelt. Moskau wies die Vorwürfe entschieden zurück.

sputniknews


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