Google bei ständiger Verfolgung von Benutzern erwischt

  14 Auqust 2018    Gelesen: 547
Google bei ständiger Verfolgung von Benutzern erwischt

Der US-Konzern Google zeichnet den Standort des Smartphone-Benutzers auf, auch wenn man dies explizit verbietet und die Standortfunktion abschaltet. Das ergab eine Untersuchung der Nachrichtenagentur AP.

Demzufolge speichern diverse Google-Dienste auf Android und iPhone Bewegungen mit Zeitstempel automatisch ab, selbst wenn man zuvor die Berechtigung verweigert hat. Neben Apps wie Google Maps oder Wetterdiensten speichern auch einige Spiele die Aufenthaltsdaten der Nutzer. Einige Suchanfragen, die überhaupt nichts mit dem Standort zu tun haben, orten genau die Längen- und Breitengrade von Nutzern und speichern sie in ihrem Account.

Googles Kritiker weisen darauf hin, dass die Beharrlichkeit des IT-Riesen bei der Verfolgung der Benutzerbewegungen von seinem Streben kommt, die Werbeeinnahmen anzukurbeln.

„Sie bekommen Werbeinformationen aus den Daten. Mehr Daten für sie bedeuten vermutlich mehr Gewinn“, zitiert AP den leitenden Analysten für raumbezogene Daten bei der Werbetechnikfirma „Dstillery“, Peter Lenz.

Wie ein Sprecher von Google gegenüber AP berichtete, gehe es bei der Standortdaten-Speicherung darum, das Erlebnis der Nutzer zu verbessern. Der Konzern biete eine klare Beschreibung der Tools und gebe den Nutzern mit robusten Steuerelementen die Möglichkeit, sie jederzeit zu aktivieren, zu deaktivieren oder ihre Historien zu löschen.

Die Abschaltung der Standortfunktion in den Einstellungen reicht aber nicht aus, betont AP. Nutzer können die Standortverfolgung nur völlig ausschalten, wenn sie eine Funktion für Web- und App-Aktivitäten im Google-Konto deaktivieren – ein zusätzlicher Schritt, den die meisten Benutzer wahrscheinlich nie in Erwägung ziehen würden.

Diese Lücke in den Privatsphäre-Einstellungen bei Google betrifft gut zwei Milliarden Android- und hunderte Millionen iPhone-Nutzer, die sich auf Karten oder die Suchmaschine von Google verlassen.

sputniknews


Tags: