Gündogan will Nationalspieler bleiben

  17 Auqust 2018    Gelesen: 509
Gündogan will Nationalspieler bleiben

Aus der Erdogate-Affäre zieht Fußball-Nationalspieler Mesut Özil Konsequenzen - er verkündet seinen Rücktritt. Ex-Teamkollege Ilkay Gündogan scheint sich dagegen anders entschieden zu haben. Er kündigt an, weiter Titel mit dem DFB-Team gewinnen zu wollen.

Ilkay Gündogan will im Gegensatz zu Mesut Özil trotz der heftigen Kritik an seiner Person wegen der Erdogate-Affäre offenbar weiter für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen. "Die Champions League gewinnen und mindestens einen Titel mit der Nationalmannschaft", antwortete der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City bei Instagram auf eine Fan-Frage nach seinen sportlichen Zielen.

Zusammen mit Özil, der nach der desaströsen WM in Russland aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, hatte sich Gündogan vor dem Turnier in Russland zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London fotografieren lassen. Wegen dieses Termins waren die beiden England-Profis in die Kritik geraten. 2014er-Weltmeister Özil hatte zeitgleich mit seinem Rücktritt im vergangenen Monat heftige Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) erhoben und Rassismus und Respektlosigkeit beim Verband angeprangert, nachdem er zuvor wochenlang geschwiegen hatte.

Gündogan hatte im Gegensatz zum Profi vom FC Arsenal frühzeitig zu diesem Thema Stellung bezogen und seine Beweggründe dargelegt. Im letzten WM-Test im vergangenen Juni in Leverkusen gegen Saudi-Arabien (2:1) war Gündogan dennoch vom Publikum bei jeder Ballberührung ausgepfiffen worden.

Kroos äußert sich zur Debatte um Özil

Am Tag zuvor hatte auch Weltmeister Toni Kroos verkündet, weiter für die Nationalmannschaft auflaufen zu wollen. Der Superstar von Champions-League-Sieger Real Madrid hatte sich in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung allerdings auch kritisch zu seinem früheren Teamkollegen Özil geäußert: "Die Art und Weise seines Rücktritts war aber nicht in Ordnung. Der Anteil, der in seiner Erklärung gut und richtig angesprochen wird, wird leider durch den wesentlich höheren Anteil an Quatsch überschattet. Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt."

Kroos sagte aber auch in aller Deutlichkeit, dass er es "peinlich" fände, wenn man die Özil-Debatte als Grund für das desaströse Aus bei der WM vorschieben würde.

Quelle: n-tv.de


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