VW soll vor Rückzug aus Iran stehen

  20 September 2018    Gelesen: 888
VW soll vor Rückzug aus Iran stehen

Nach Peugeot und Daimler bereitet offenbar der nächste europäische Autobauer seinen Rückzug aus dem Iran-Geschäft vor. Wie der US-Botschafter in Deutschland verkündet, hält künftig auch VW die US-Sanktionen ein - eine Bestätigung gibt es nicht.

Volkswagen zieht sich einem Bericht von Bloomberg zufolge fast vollständig aus dem Iran-Geschäft zurück. Der US-Regierung sei es gelungen, den Autohersteller dazu zu bewegen, sich an die US-Sanktionen gegen das Land zu halten, berichtete die Agentur unter Berufung auf den US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der die Gespräche mit dem Autobauer geführt habe.

VW könne "aus humanitären Gründen" einige Geschäfte im Iran weiterführen. "Volkswagen hat uns mitgeteilt, sich an die US-Sanktionen gegen den Iran zu halten", zitierte Bloomberg Grenell. Man sei erfreut über diese Entscheidung, weil der Iran seine ökonomischen Ressourcen nicht für seine Menschen einsetze, sondern um weltweit Gewalt und Instabilität zu verbreiten.

Erst im August vergangenen Jahres war der deutsche Autobauer nach fast zwei Jahrzehnten Abstinenz in den Iran zurückgekehrt. Der mit dem Unternehmen Mammut Khodro vereinbarte Vertrag sieht den Import der VW-Modelle Tiguan und Passat vor. Die Fahrzeuge wurden zunächst über acht Händlerbetriebe mit Schwerpunkt im Raum Teheran vertrieben.

Die USA haben sich auf Betreiben von US-Präsident Donald Trump aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen und Sanktionen gegen das islamistisch geführte Land verhängt, um es zu Neuverhandlungen über ein strikteres Abkommen zu zwingen. Schwergewichte wie Peugeot, Daimler oder Siemens haben bereits ihre Pforten geschlossen.

Quelle: n-tv.de


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