US-Botschafter Grenell verkündet Einknicken von VW und BASF

  20 September 2018    Gelesen: 928
US-Botschafter Grenell verkündet Einknicken von VW und BASF

Die Europäer wollten das Atomabkommen mit Iran retten - auch gegen den Widerstand Trumps. Nun glaubt Washington, deutsche Konzerne auf Kurs gebracht zu haben. VW dementiert.

 

Nachdem US-Präsident Donald Trump das Nuklearabkommen mit Iran einseitig aufkündigte, gab sich die EU optimistisch, den Deal zur Not auch ohne die USA aufrechterhalten zu können. Das Abkommen sieht vor, dass Iran keine Pläne für den Bau von Nuklearwaffen verfolgt, im Gegenzug aber von einer engeren Wirtschaftskooperation profitieren kann.

Viele europäische Konzerne haben nach Abschluss der Verhandlungen deshalb in den vergangenen Jahren Pläne vorgestellt, wie sie auf dem iranischen Markt expandieren wollen. Nun aber stellt es der amerikanische Botschafter in Berlin, Richard Grenell, so dar, als würden die Firmen wieder bremsen, aufgrund von Interventionen aus den USA.

So soll der Volkswagen-Konzern zwei übereinstimmenden Berichten zufolge Grenell zugesichert haben, alle Aktivitäten in Iran einzustellen. Der Automobilkonzern habe eine entsprechende Vereinbarung am Dienstag nach wochenlangen Gesprächen mit der US-Regierung getroffen, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf Grenell als Quelle.

"Volkswagen hat uns mitgeteilt, sich an die US-Sanktionen gegen Iran zu halten", zitiert auch die "Jerusalem Post" den US-Botschafter. Die US-Regierung sei "erfreut über diese Entscheidung". VW hatte eigentlich den Wiedereinstieg auf den iranischen Markt geplant - nach fast zwei Jahrzehnten Abwesenheit - um dort vor allem die Modelle Passat und Tiguan zu verkaufen.

spiegel


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