Verteidigung und Aufklärung: USA setzen Dutzende Russen auf schwarze Liste

  21 September 2018    Gelesen: 721
Verteidigung und Aufklärung: USA setzen Dutzende Russen auf schwarze Liste

Die USA haben im Rahmen des Gesetzes CAATSA (Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act) weitere 33 Personen und Unternehmen, die mit Verteidigungs- und Aufklärungsbereichen Russlands verbunden sind, in ihre „schwarze Liste“ eingetragen. Dies berichten Medien unter Verweis auf eine unbenannte hochrangige Quelle in der US-Administration.

Aktuell stehen auf der Liste jetzt 72 Personen und Unternehmen. Die Entscheidung wurde nach der Unterzeichnung des Dekrets über die Verschärfung der Kontrolle über die US-Sanktionen gegen Russland durch den US-Präsidenten Donald Trump getroffen, womit er dem US-Justiz- und dem Außenministerium zusätzliche Vollmachten zuteilt.

Die volle Liste wurde auf der Webseite des Außenamtes veröffentlicht. Auf die Liste gerieten: das private Militärunternehmen „Wagner“, die Logistikfirma des Verteidigungsministeriums „Oboronlogistika“ und ein Flugzeugbauwerk in Komsomolsk/Amur; die „Agentur für Internetforschungen“ von Jewgeni Prigoschin, seine Unternehmen „Concord Management and Consulting“ und „Concord Catering“ sowie er selbst. Auf der Liste steht nun auch der Name des Chefs der Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Igor Korobow.

Die Aufnahme in die neue „schwarze Liste“ bedeutet, dass die USA Sanktionen gegen jeden verhängen können, der mit diesen Personen und Unternehmen im Kontakt stehe, erläuterte man im US-Außenamt.

Laut den Medien betonte ein Sprecher der US-Administration, dass „dies nicht die Verhängung von Sanktionen unmittelbar gegen diese Personen bedeutet, doch Einschränkungen auf das Zusammenwirken mit ihnen auferlegt“.

Zudem seien von den Sanktionen die Rüstungsabteilung der Zentralen Militärkommission Chinas und ihr Chef Li Shangfu betroffen, teilte das Finanzministerium in Washington am Donnerstag mit. So sei das chinesische Militär für den Kauf russischer Su-Kampfjets und S-400-Luftabwehrraketen bestraft worden.

Im August hatte Washington im Zusammenhang mit dem Fall um die Vergiftung im britischen Salisbury des Ex-Obersts der GRU Sergej Skripal und seiner Tochter Julia den Verkauf von Waffen sowie Waren und Technologien von doppelter Zweckbestimmung an Russland vollständig verboten und eine Reihe finanzieller Einschränkungen eingeführt. Das zweite Sanktionspaket wird im November erwartet. Das US-Außenministerium verspricht, dass es „sehr hart“ sein werde.

sputniknews


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