„Sei´s drum“: US-Vizepräsident warnt China vor „totalem Kalten Krieg“

  14 November 2018    Gelesen: 334
„Sei´s drum“: US-Vizepräsident warnt China vor „totalem Kalten Krieg“

US-Vizepräsident Mike Pence hat gegenüber der Zeitung „Washington Post“ Bedingungen genannt, unter denen China einen totalen Kalten Krieg mit den USA vermeiden kann.

„Falls China einen totalen Kalten Krieg mit den USA und ihren Partnern vermeiden will, muss es fundamental sein Verhalten ändern“, so Pence.

Die beste („wenn nicht die letzte“) Chance für China, „das Szenario eines Kalten Krieges“ mit den USA zu vermeiden, sei, „massive Änderungen in seiner wirtschaftlichen, militärischen und politischen Tätigkeit“ vorzunehmen.

Darüber hinaus sagte er:

„Ich denke, dass vieles von Argentinien abhängen wird.“

Damit meinte Pence das bevorstehende Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in Argentinien.

Komme China nicht mit „signifikanten und konkreten Zugeständnissen“, seien die USA bereit, „den wirtschaftlichen, diplomatischen und politischen Druck auf China“ zu erhöhen. Dabei teilte Pence mit, dass die US-Wirtschaft aus seiner Sicht stark genug sei, um eine solche Eskalation zu überstehen, während die chinesische Wirtschaft „weniger haltbar“ sei. „Wir sind wirklich der Auffassung, dass wir auf die eine oder andere Art in einer starken Position sind“, sagte Pence und fügte hinzu, dass die USA die Zölle „verdoppeln“ könnten.

Auf die Frage des Journalisten, was passieren würde, wenn sich China weigern werde, so zu agieren, um den Kalten Krieg mit den USA zu vermeiden, antwortete Pence kurz:

„So sei´s drum.“

Zuvor hatte der amerikanische Außenminister Mike Pompeo erklärt, dass die USA keinen „Kalten Krieg“ mit China wollten und keine „Eindämmungspolitik“ gegen das Land betrieben.

Die Handelsbeziehungen zwischen Peking und Washington verschlechterten sich, nachdem Trump China des Diebstahls von US-Technologien und US-amerikanischem geistigem Eigentum beschuldigt hatte. Aufgrund dessen erhöhten die USA die Zölle auf chinesische Waren im Gesamtwert von 50 Milliarden US-Dollar auf 25 Prozent. Ende September führten die USA einen 10-Prozent-Zoll auf chinesische Waren im Gesamtwert von 200 US-Dollar ein, wobei der Zollsatz Anfang 2019 auf 25 Prozent angehoben werden soll. Peking reagierte dementsprechend.

Wie der chinesische Außenminister Wang Yi am 8. Oktober äußerte, widerspricht das Vorgehen der USA im Bereich der Handelsbeziehungen mit China den Interessen beider Länder.

sputniknews


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