Auch Gillibrand will bei Präsidentschaftswahl antreten

  16 Januar 2019    Gelesen: 498
  Auch Gillibrand will bei Präsidentschaftswahl antreten

"Ich weiß, dass ich das Mitgefühl, den Mut und die furchtlose Entschlossenheit habe, um Erfolg zu haben": Die demokratische US-Senatorin Kirsten Gillibrand hat angekündigt, sich um das Präsidentenamt zu bewerben.

Die Zahl der Kandidaten, die für die US-Demokraten ins Rennen um das Präsidentenamt ziehen wollen, ist weiter gestiegen: Nun hat auch die Senatorin Kirsten Gillibrand erklärt, antreten zu wollen. "Ich werde mich um das US-Präsidentenamt bewerben", sagte die 52-Jährige in der Talkshow von Moderator Stephen Colbert.

"Ich weiß, dass ich das Mitgefühl, den Mut und die furchtlose Entschlossenheit habe, um Erfolg zu haben", sagte Gillibrand im TV-Studio. Sie wolle unter anderem die Gesundheitsversorgung amerikanischer Familien verbessern und gegen "Korruption und Gier" in Washington kämpfen.

Via Twitter schrieb die Politikerin, dies sei ein Moment in der Geschichte, an dem niemand schweigen dürfe. "In Zeiten wie diesen müssen wir alle uns fragen: Was werden wir tun? Ich werde kämpfen, und ich werde mit allem kämpfen, was ich habe." Gillibrand veröffentlichte eine Reihe von Tweets, in denen sie von ihrer geplanten Kandidatur spricht.

Im Jahr 2009 hatte Gillibrand den Senatssitz von Hillary Clinton für den Bundesstaat New York übernommen, als Clinton Außenministerin wurde. Bei den Kongresswahlen im vergangenen November verteidigte Gillibrand ihren Sitz. Sie gilt als scharfe Kritikerin von US-Präsident Donald Trump. Ende 2017 forderte sie seinen Rücktritt, nachdem mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Trump nannte Gillibrand damals ein "Leichtgewicht", das ihn um Wahlkampfspenden "angebettelt" habe - und dafür alles tun würde.

Um für die Demokraten als Präsidentschaftskandidatin antreten zu können, müsste Gillibrand zunächst die parteiinternen Vorwahlen gewinnen. Mit diesen ermitteln die Demokraten ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die eigentliche Wahl im November 2020. Die Vorwahlen beginnen im Februar 2020 im Bundesstaat Iowa. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Bewerberfeld sehr groß sein wird.

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Julián Castro und Tulsi Gabbard in Stellung gebracht. Ende Dezember hatte die linke Senatorin Elizabeth Warren einen Grundstein für eine mögliche Kandidatur gelegt - in einem Video direkt aus ihrer Küche.

spiegel

 


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