Gewalt gegen Demonstranten war „nötige Härte“

  23 Januar 2019    Gelesen: 470
Gewalt gegen Demonstranten war „nötige Härte“

Die Regierung Simbabwes hat ihr hartes Vorgehen gegen Demonstranten verteidigt.

Ein Sprecher sagte der britischen BBC, wenn die Dinge außer Kontrolle gerieten, sei „etwas Härte“ nötig. Er reagierte damit auf Vorwürfe der von der Regierung eingesetzten Menschenrechtskommission. Sie wirft Armee und Polizei vor, Demonstranten systematisch gefoltert zu haben. Mindestens acht Menschen seien getötet und viele weitere verletzt worden. Andere Quellen berichten von zwölf Toten. 

Vergangene Woche waren Soldaten und Polizisten gegen Menschen vorgegangen, die gegen Benzinpreiserhöhungen protestiert hatten. Nach Angaben der Kommission drangen sie auch nachts in Häuser von Anwohnern ein und verprügelten Männer und Kinder.

Simbabwes Präsident ruft zur Einheit auf


Simbabwes Präsident Mnangagwa hatte versprochen, Gewalt gegen Zivilisten nicht zu tolerieren. Er hat wegen der Proteste eine Europareise abgebrochen und rief auf Twitter alle Parteien und gesellschaftlichen Gruppen in Simbabwe auf, die wirtschaftlichen Probleme des Landes gemeinsam zu lösen. 

Auslöser der Proteste waren Preiserhöhungen für Benzin und Diesel. Ein Liter Benzin kostet jetzt mehr als 3,30 Dollar, das ist fast drei Mal so viel wie vorher und mit Abstand der höchste Preis weltweit. Die Oppositionspartei MDC verwies darauf, dass sich viele Menschen nicht mal mehr ein Busticket leisten könnten. Es gebe keinerlei Rechtfertigung dafür, dass Soldaten mit Maschinenpistolen Bürger verprügelten. Die Regierung wiederum macht die MDC für die Eskalation verantwortlich.


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