Jesuiten ziehen sich aus Pilotschule im Kosovo zurück

  17 April 2019    Gelesen: 394
Jesuiten ziehen sich aus Pilotschule im Kosovo zurück

Seit 16 Jahren hatten die Jesuiten in der Stadt Prizren im Südwesten des Kosovo das Loyola-Gymnasium geführt – für alle Teilnehmer eine Erfolgsgeschichte. Doch nun mussten sie ihre Arbeit einstellen.

Auch die Pläne, eine Berufsschule auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Feldlagers in Prizren zu errichten, sind nun vorerst Geschichte.

Die Grundausrichtung der Bildungsarbeit war zu einem Streitpunkt zwischen dem bisherigen Direktor Pater Axel Bödefeld SJ und einer Mehrheit des Trägervereins „Asociation,Loyola-Gymnasium' (ALG)“ geworden, sodass am vergangenen Freitag diese dem Jesuitenpater das Vertrauen entzogen hatte.

Daraufhin zogen sich die Jesuitenprovinzen Österreich, Deutschland und Kroation aus dem Trägerverein zurück.

Das Loyola-Gymnasium in Prizren war 2005 unter der Leitung von Pater Walter Happel SJ eingeweiht worden und ist die Pilotschule der Jesuiten im Kosovo.

Es ist das erste Internatsgymnasium für Mädchen und Jungen im Kosovo.

Wie die Hilfsorganisation in Nürnberg mitteilte, bedauere sie ihren Rückzug sehr.

Sie verwies darauf, dass vorerst keine Spenden mehr an das Loyola-Gymnasium und das Sozialprojekt „Loyola Tranzit“ weitergeleitet werden sollen.

„Wir wollen aber zunächst die Entwicklung in Prizren abwarten und werden Sie dann zeitnah informieren“, so die Organisation zu der gesamten Situation.

Der Trägerverein will die Bildungsarbeit fortsetzen. Sowohl das Loyola-Gymnasium selbst als auch die Grundschule und das Projekt „Loyola-Tranzit“ würden „selbstverständlich die Unterstützung der Trägervereinsmitglieder“ genießen, teilten diese mit.

sputniknews


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