Sachsen führt jüdischen Religionsunterricht ein

  17 April 2019    Gelesen: 319
Sachsen führt jüdischen Religionsunterricht ein

Jüdische Schüler bekommen in Sachsen ein eigenes Religionsfach.

Wie das sächsische Kultusministerium in Dresden mitteilte, wird „Jüdische Religion“ zum kommenden Schuljahr zunächst an drei Grundschulen in Chemnitz, Leipzig und der Landeshauptstadt eingeführt. In den folgenden Jahren soll es dann auch an Oberschulen und Gymnasien bis hin zum Abitur angeboten werden. Derzeit sind jüdische Schüler in Sachsen von der Pflicht zur Teilnahme am Religions oder Ethikunterricht ausgenommen.

Das neue Fach werde gleichwertig neben Ethik sowie dem evangelischen und katholischen Religionsunterricht stehen, erklärte das Ministerium. Es unterliegt demnach der staatlichen Schulaufsicht und wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden erteilt, der auch die Lehrer stellt. 

Die jüdischen Gemeinden in Sachsen haben laut Ministerium rund 2.600 Mitglieder, den Großteil davon in den drei größten Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig.

 

Deutschlandfunk


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