Geheimes „Sphinx-Zimmer“ im Palast von Kaiser Nero in Rom entdeckt – FOTOs

  15 Mai 2019    Gelesen: 464
  Geheimes „Sphinx-Zimmer“ im Palast von Kaiser Nero in Rom entdeckt –   FOTOs

Der prächtige Palast, den der römische Kaiser Nero vor fast 2000 Jahren errichten ließ, hat für Jahrhunderte ein Geheimnis bewahrt. Bei den Restaurierungsarbeiten haben Archäologen eine geheime mit Wandmalerei verzierte unterirdische Kammer entdeckt, wie das Fachportal „Science Alert“ berichtet. 

In Rot- und Ockertönen und wohl einst mit Blattgold gemalte Zentauren tanzen an den Wänden des geheimen Zimmers in der sogenannten „Domus Aurea“ (dt. Goldenes Haus) des Kaisers Nero. Dargestellt sind auch Vögel und Wasserlebewesen, ein Krieger, der gegen einen Panther kämpft sowie eine Sphinx, die der Kammer ihren Namen gibt.

Der Sphinx-Raum wurde dem Portal zufolge im Zuge der laufenden Restaurierung des Palastes durch Zufall entdeckt.

Ein Großteil des Raumes ist noch immer mit Schmutz gefüllt, der wahrscheinlich Teile der Wandmalerei bedeckt. Derzeit ist jedoch kein Aushub geplant, da das Entfernen des Schmutzes den gesamten Komplex destabilisieren könnte.

Aber selbst unter den Trümmern bietet der Raum einen faszinierenden Blick in die Tage eines der verhasstesten Herrscher Roms.

„Fast zwanzig Jahrhunderte lang es im Dunkeln“, zitiert „Science Alert“ die Direktorin des archäologischen Projektes „Parco Archeologico del Colosseo”, Alfonsina Russo. „Der Sphinx-Raum erzählt... von der Atmosphäre der Jahre der Herrschaft Neros“.

Erbaut nach dem großen Brand von Rom im Jahr 64 n. Chr., war die Domus Aurea ein opulentes Gebäude mit 300 Räumen, die sich über mehrere Hügel Roms erstreckten. Nach dem Aufstand des römischen Volkes gegen Nero wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um jegliche Spuren des Palasts zu beseitigen. Teile davon wurden überbaut – unter anderem mit dem berühmten Kolosseum – und andere mit Dreck gefüllt.

​Das Ausgraben und Restaurieren der Domus Aurea ist ein fortlaufendes Projekt des Parco Archeologico del Colosseo. Ein Teil des Palastes wurde gerade zum ersten Mal in diesem Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

sputniknews


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