US-Milliardär will Schulden von Uni-Absolventen begleichen

  20 Mai 2019    Gelesen: 774
US-Milliardär will Schulden von Uni-Absolventen begleichen

Robert F. Smith gilt als reichster Schwarzer in den USA. Nun hat er eine Rede vor dem Abschlussjahrgang am Morehouse College gehalten - und den fast 400 Absolventen versprochen, ihre Studiendarlehen zu begleichen.

Sie konnten es zunächst kaum glauben. "Wir haben uns angeschaut und gedacht: 'Meint er das ernst?' Das ist eine Menge Geld", zitiert der US-Sender CNN den Uni-Absolventen Robert James, der gerade seinen Abschluss am Morehouse College in Atlanta, Georgia gemacht hat. Sein Klassenkamerad Jonathan Epps sagte dem Sender, er könnte das Ausmaß dieses "enormen Segens" noch gar nicht begreifen.

"Er", das ist der amerikanische Milliardär Robert F. Smith: Der 56-Jährige hielt am Sonntag eine Rede vor dem Abschlussjahrgang - und kündigte dabei an, die Studiendarlehen aller Absolventen des Jahrgangs 2019 zu begleichen. Er werde gemeinsam mit seiner Familie Stipendien ins Leben rufen, um die Schulden der Studenten zu begleichen.

Laut dem Vorsitzenden der Universität profitieren davon 396 Absolventen - die Gesamtsumme belaufe sich auf bis zu 40 Millionen Dollar, sagte David Thomas gegenüber CNN. Smiths Geste sei ein "Geschenk der Befreiung": "Wenn Sie Schulden begleichen müssen, schränkt das Ihre Möglichkeiten ein, was Sie in der Welt tun können." Das Geschenk von Smith gebe den jungen Menschen nun die Möglichkeit, "ihren Träumen und Leidenschaften zu folgen".

Smith bekam am Sonntag einen Ehrentitel der Universität verliehen, genauso wie Schauspielerin Angela Bassett. Smith ist Gründer einer Investmentfirma, das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" schätzt sein Vermögen auf etwa fünf Milliarden Dollar - er sei der reichste Afroamerikaner in Amerika.

Am Morehouse College werden nur Männer unterrichtet, die Einrichtung wurde 1867 gegründet und diente ursprünglich ausschließlich der Ausbildung von Afroamerikanern. Frühere Studenten waren Martin Luther King Jr., Samuel L. Jackson und Spike Lee.

spiegel

 


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