Busunglück auf A9 bei Leipzig: Suche nach Ursache läuft

  20 Mai 2019    Gelesen: 764
Busunglück auf A9 bei Leipzig: Suche nach Ursache läuft

Auf der Autobahn in Richtung München verunglückt ein Reisebus mit mehr als 70 Insassen an Bord. Eine Frau stirbt, neun Menschen sind schwer verletzt. Fiel der Fahrer in einen Sekundenschlaf?

Nach dem Busunglück auf der Autobahn 9 bei Leipzig mit einer Toten und neun Schwerverletzten läuft die Suche nach der Unglücksursache.

Polizei geht von Sekundenschlaf aus

Die Ursache für das Unglück ist noch unklar, wie eine Polizeisprecherin am Montagmorgen sagte. Die Autobahnpolizei erklärte am Sonntagabend, die Polizei gehe nach ersten Ermittlungen davon aus, dass ein sogenannter Sekundenschlaf des Fahrers zu dem Unfall geführt habe.

Diesen Verdacht wollte eine Polizeisprecherin am Montagmorgen nicht bestätigen.

Bei dem Unfall bei Bad Dürrenberg (Saalekreis) an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen kam eine Frau ums Leben. Genaue Angaben zur Identität konnte die Polizeisprecherin zunächst nicht machen. Neun Menschen wurden schwer verletzt. Zunächst war von sieben Schwerverletzten die Rede gewesen.

56 Rettungswagen im Einsatz

An Bord des Busses von Berlin nach München waren 75 Menschen. Alle wurden verletzt. Bei dem Unfall waren 56 Rettungswagen, acht Rettungshubschrauber sowie zahlreiche Feuerwehrleute und Polizisten im Einsatz. Die Verletzten wurden auf insgesamt 14 Krankenhäuser verteilt - vor allem in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Der Bus des Unternehmens Flixbus war am frühen Abend auf der A9 in Richtung München verunglückt und anschließend auf der Seite liegen geblieben. Eine Leitplanke bohrte sich durch die Windschutzscheibe.

Flixbus richtete am Sonntagabend eine Hotline für Angehörige ein.

"Der Bus war im Auftrag von Flixbus planmäßig zwischen Berlin und München unterwegs", bestätigte das Reiseunternehmen der Deutschen Presse-Agentur. "Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Fahrgästen und Busfahrern sowie deren Familien und Freunden."

Die A9 wurde am Montag nach einer rund knapp zwölf Stunden dauernden Sperrung wieder freigegeben. © dpa

 

Deutschlandfunk


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