US-Zerstörer im Südchinesischen Meer eingelaufen – Peking reagiert mit „Protest”

  20 Mai 2019    Gelesen: 435
US-Zerstörer im Südchinesischen Meer eingelaufen – Peking reagiert mit „Protest”

Erneut ist nahe des umstrittenen Scarborough-Riffs (Huangyan Dao für China) im Südchinesischen Meer ein US-Zerstörer vorbeigefahren, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Berufung auf amerikanische Militärkreise berichtet. In Peking sorgt dies für Empörung.

Der Vorfall soll sich am Sonntag ereignet haben.

„(Der Raketenzerstörer – Anm. d. Red.) Preble hat das Scarborough-Riff in einer Entfernung von zwölf Seemeilen passiert, um übermäßige maritime Ansprüche anzufechten und den völkerrechtlichen Zugang zu den Wasserstraßen sicherzustellen“, zitiert Reuters den US-Flottenkommandeur Clay Doss.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lu Kang bezeichnete die Aktion als „willkürlich”. Am Montag erklärte er auf einer Pressekonferenz, das Kriegsschiff sei „ohne Genehmigung der chinesischen Regierung in das Meeresgebiet des chinesischen Riffs Huangyan hineingefahren“. Daraufhin habe die chinesische Marine das Kommando des amerikanischen Schiffes aufgefordert, diese Gewässer zu verlassen.

„Ich möchte noch einmal betonen, dass die Aktionen des amerikanischen Kriegsschiffs gegen Chinas Souveränität verstoßen und den Frieden und die Stabilität in diesem Gewässer unterminieren. Die chinesische Seite bekundet in diesem Zusammenhang entscheidenden Protest”, so Kang.

China betrachtet die US-Militäraktivitäten in der Nähe seiner Küstenlinie äußerst argwöhnisch. Erst im Januar war der US-Raketenzerstörer „McCampbell“ im Gewässer um die umstrittenen Paracel-Inseln im Südchinesischen Meer eingelaufen.

Die ostasiatischen Länder China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen wegen der Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischen Meer miteinander im Konflikt. Laut China machen sich Länder wie der Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten zunutze, um die Spannung in der Region anzuheizen.

Die USA sind der Ansicht, dass Peking künstliche Inseln baue, sie zu militärischen Objekten umfunktioniere und seine Territorialgewässer durch künstlich gewonnenes Land erweitere. Die Vereinigten Staaten pochen auf das Recht des freien Schiffsverkehrs in diesem Gebiet. China weist die vonseiten der USA lautgewordenen Vorwürfe zurück.

sputniknews


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