Trump übergibt Firma an seine Söhne

12:21   12 Januar 2017    345

Seit seinem Wahlsieg kommuniziert der künftige US-Präsident Trump hauptsächlich über Twitter mit der Öffentlichkeit. Nun stellt er sich den Fragen der Presse und gibt unter anderem Auskunft über die Zukunft seines Unternehmens - und sein Verhältnis zu Russland.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat sein Firmenimperium offiziell seinen Söhnen übertragen. Bei der ersten Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg sagte Trump in New York, er habe die entsprechenden Papiere unterzeichnet, um seinen Söhnen Eric und Donald Jr die "komplette" Kontrolle über seine geschäftlichen Aktivitäten zu übergeben.

Er selber werde sich heraushalten, kündigte Trump an. "Meine Söhne werden das Unternehmen führen", sagte Trump. "Sie werden es sehr professionell tun. Sie werden es nicht mit mir besprechen."

Trumps Anwältin Sheri Dillon sagte auf der Pressekonferenz, der Konzern werde während seiner Präsidentschaft keine neuen Geschäfte mit dem Ausland abschließen. In den vergangenen Wochen seien mehr als 30 geplante Geschäfte mit ausländischen Partnern abgesagt worden, sagte sie.

Zudem wies Trump Russland die Verantwortung für Hacker-Angriffe im US-Präsidentschaftswahlkampf zu. "Ich denke, es war Russland", sagte Trump. In den vergangenen Wochen hatte Trump entsprechende Erkenntnisse der US-Geheimdienste noch in Frage gestellt. Eine gezielte russische Einflussnahme zu seinen Gunsten will Trump jedoch nicht erkennen. Es habe auch einen erfolglosen Hacker-Angriff auf die Republikanische Partei gegeben. Wäre dieser erfolgreich gewesen, wären Republikanische Interna ebenso wie die von Demokraten an die Öffentlichkeit gelangt, sagte Trump.

Pharmaindustrie im Visier

Jüngste Berichte, denen zufolge russische Geheimdienste kompromittierendes Material über ihn gesammelt haben sollen, bezeichnete Trump als "totale Fake-News". Er halte die russische Zurückweisung des Vorwurfs für glaubwürdig. Zugleich beklagte er, dass der entsprechende US-Geheimdienstbericht nie hätte geschrieben und an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Sein gutes Verhältnis zu Moskau sei "eine Stärke und keine Belastung", so Trump.

Zu Beginn der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz hatte Trump hervorgehoben, bereits mehrere Firmen dazu gebracht zu haben, Jobs aus dem Ausland in die USA zu verlagern. Diesen Kurs werde er fortsetzen und sich unter anderem die Pharmaindustrie vorknöpfen. "Wir werden der größte Arbeitsplatzbeschaffer sein, den Gott je geschaffen hat. Daran glaube ich. Das versichere ich Ihnen", so Trump.

Quelle: n-tv.de

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