„Geringfügig“: US-Politiker vergleichen Kreml-Bericht mit Forbes-Liste

  01 Februar 2018    Gelesen: 561
„Geringfügig“: US-Politiker vergleichen Kreml-Bericht mit Forbes-Liste
US-Kongressabgeordnete sind enttäuscht, dass nach der Veröffentlichung des Kreml-Berichts keine Sanktionen folgten. Das Dokument an sich sei geringfügig.

Wie der Vize-Vorsitzende des Foreign Relations Committees im US-Senat, Ben Cardin, gegenüber der Agentur RIA Novosti sagte, werde der Geheimteil des Berichts, in dem Empfehlungen an den Kongress in Bezug auf mögliche neue Sanktionen gegen Russlandenthalten sein sollen, nicht veröffentlicht. Das sei nicht erlaubt. Hinsichtlich einer möglichen Verhängung neuer Sanktionen sollen Cardin zufolge noch weitere Anhörungen durchgeführt werden.

Der Abgeordnete des Auswärtigen Ausschusses beim Repräsentantenhaus, Bradley Sherman, bezeichnete den Bericht seinerseits als „geringfügig“. Dies sei nur „ein Hinweis auf eine mögliche Verhängung von Sanktionen“.  Es sei gar nicht so schwierig, eine solche Liste vorzubereiten.

„Schauen Sie, die Liste von Hauptpersonen der russischen Regierung ist für alle, die Ihre Artikel lesen, zugängig“, sagte Sherman gegenüber RIA Novosti. „Wie Sie auch wissen, veröffentlicht die Zeitschrift ‚Forbes‘ jedes Jahr eine Liste der reichsten Amerikaner und reichsten Menschen der Welt. Somit ist die Veröffentlichung einer Liste der reichsten und einflussreichsten Menschen das, was viele Medien stets machen.“

Somit sei dieser Bericht „geringfügig“. „Das ist nur ein Hinweis darauf, dass gegen jemanden aus der Liste irgendwann Sanktionen verhängt werden können. Wenn wir den Sanktionen ernsthaft gegenüberstünden, hätten wir diese Liste dann erstellt, wenn wir sie wirklich gebraucht hätten“, betonte der US-Politiker.

Am Vortag hatte das US-Finanzministerium den so genannten „Kreml-Bericht“ verbreitet. Darin sind 114 Politiker sowie Beamte und 96 Geschäftsleute erwähnt.

Auf der Liste stehen unter anderem der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, der Chef der Kreml-Administration, Anton Waino, der Berater des russischen Staatschefs, Wladislaw Surkow. Betroffen sind auch Geschäftsleute wie Alischer Usmanow, Roman Abramowitsch, der Gründer des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky Lab, Jewegeni Kasperski, der Chef des russischen Erdölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, und Gazprom-Chef Alexej Miller.

Das US-Finanzministerium verwies darauf, dass der Bericht auch einen geheimen Teil habe, in dem es auch weitere Personen gebe, die aber niedrigere Ämter als jene bekleiden, die im bereits veröffentlichten Teil des Berichts erwähnt worden seien.

sputniknews.com


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