Fußgängerbrücke begräbt Autos unter sich

  16 März 2018    Gelesen: 743
Fußgängerbrücke begräbt Autos unter sich

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke in Miami kommen US-Medien zufolge mehrere Menschen ums Leben. Der zusammengebrochene Neubau liegt quer über einer mehrspurigen Straße. Rettungskräfte befürchten, dass mehrere Menschen unter den Trümmern liegen.

 

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke in Miami sind US-Medien zufolge mehrere Menschen getötet worden. Die Behörden gehen offenbar davon aus, dass deutlich mehr Opfer zu beklagen sind. Das Unglück an der Florida International University sei von der Feuerwehr nach den ersten Notrufen rasch als Vorfall mit einer größeren Anzahl an Toten oder Verletzten hochgestuft worden, berichtete der örtliche TV-Sender "WSVN 7".

Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz. Mindestens sechs Menschen seien bei dem Einsturz verletzt worden, teilte die Polizei in einer ersten Stellungnahme mit. Unter den Trümmern befänden sich noch mehrere Autos, berichtete die vor Ort erscheinende Zeitung "Miami Herald". Zu befürchtet steht, dass weitere Menschen unter den Überresten der Brücke liegen.

"Die Autos waren total zertrümmert", sagte eine Augenzeugin dem Nachrichtensender CNN. Sie habe Sanitäter gesehen, die versucht hätten, einen Verletzten wiederzubeleben. Eines der am Bau beteiligten Unternehmen, MCM Construction, bestätigte zunächst mindestens einen Toten und mehrere Verletzte.

Warum der Brückeneubau einstürzte, ist noch vollkommen unklar. Die Arbeiten an der Fußgängerüberführung über die 8th Street seien erst am vergangenen Samstag abgeschlossen worden, hieß es. Die Zubringer-Rampen an beiden Seiten befinden sich noch im Bau. Die Brücke, die eine sechsspurige Straße überspannte, war noch nicht offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben worden.

Prestigebau am Uni-Campus


Das Bauwerk verbindet den Campus der Florida International University (FIU) mit einem angrenzenden Wohnviertel, in dem ein 20-stöckiges Studentenwohnheim entstehen soll. An der FIU sind nach Universitätsangaben rund 55.000 Studenten eingeschrieben. Damit zählt die FIU zu den größten Hochschulen des Landes.

Ein FIU-Sprecher äußerte sich "schockiert und traurig über die tragischen Ereignisse". Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sagte, US-Präsident Donald Trump sei über das Unglück unterrichtet worden. Er werde jede notwendige Unterstützung anbieten.

Die überdachte Schrägseilbrücke über die viel befahrene 8th Street sollte nach ihrer Fertigstellung eigentlich als Aushängeschild des umfangreichen Bauprojekts im Uni-Umfeld dienen. Die Fertigstellung war erst für kommendes Jahr geplant.

In den sozialen Medien kursierten bereits kurz nach dem Einsturz erste Gerüchte zur angeblichen Unglücksursache. Beim Bau sei möglicherweise "billiger China-Stahl" zum Einsatz gekommen, hieß es. Die Rettungsarbeiten vor Ort dauerten zu diesem Zeitpunkt noch an. Die US-Transportaufsichtsbehörde NTSB entsandte eigenen Angaben zufolge ein Ermittler-Team.

Quelle: n-tv.de , mmo/dpa

 


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