Westen plant in Syrien Aggression nach Jugoslawien- und Irak-Muster – Experte

  10 April 2018    Gelesen: 1534
Westen plant in Syrien Aggression nach Jugoslawien- und Irak-Muster – Experte

Der Westen plant in Syrien eine militärische Aggression nach dem Musterbeispiel der Kriege in Jugoslawien und im Irak. Diese Meinung vertrat Sergej Prostakow, Militärexperte des Fonds „Volksdiplomatie“ und Vertreter des analytischen Clubs „Die Zukunft heute“, in einem Interview mit der Föderalen Nachrichtenagentur FAN.

„Die Lage in und um Syrien hat sich in letzter Zeit zugespitzt. Mehrere Akteure versuchen, ihre Aufgaben mit offenkundigen terroristischen Methoden zu lösen.“ Als Beispiel führte der Experte den jüngsten Raketenbeschuss des syrischen Luftstützpunktes T-4 an.

Dazu gehöre auch die jüngste Provokation in Ost-Ghuta, deren Urheber die syrische Armee für eine vermeintliche Attacke unter Einsatz von Chlorgas gegen die Zivilbevölkerung verantwortlich machten. „Sie (Provokation) ist derart dreist, dass sich ihre Drahtzieher nicht einmal um die Glaubwürdigkeit gekümmert hatten, weil sie wussten, dass entsprechende Beschlüsse, die aus dieser Attacke resultieren sollten, bereits gefasst wurden.“

„Erklärungen führender westlicher Repräsentanten zufolge gibt es keinen Zweifel daran, dass der Westen in Syrien eine Aggression wie seinerzeit in Jugoslawien oder im Irak plant. Das einzige Hindernis dabei ist die Präsenz eines russischen Kontingents in Syrien, das dem Entfesseln eines Krieges mit katastrophalen Folgen im Wege steht.“

Dem Experten zufolge könnte der Raketenangriff auf die Airbase T-4 unter diesen Bedingungen weitgehende Folgen haben, die sich nicht nur auf die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen auswirken würden. „In Syrien gibt es noch eine Konfrontationslinie – zwischen Israel und dem Iran —, die nicht weniger angespannt ist. Der Konflikt zwischen diesen Ländern wird mit ‚fremder Hand‘ geführt, ist aber infolge gewaltiger Arsenale Israels und des Iran nicht weniger gefährlich.“

„Die israelische Luftwaffe hatte bereits den Stützpunkt T-4 früher bombardiert, den in Syrien stationierte iranische Kontingente nutzen. Angegriffen wurden auch andere iranische Militärobjekte. Die israelischen Behörden stufen den Iran und Syrien sowie die im Libanon und in Syrien kämpfende proiranische Bewegung Hisbollah als die gefährlichsten Gegner in der Region. Deshalb sind beliebige Angriffe Israels auf diese Kräfte nicht überraschend“, sagte der Experte.

„Sollte der jüngste Angriff auf T-4 von Israel unternommen worden sein, werden dessen Behörden ihn traditionsgemäß nicht kommentieren. In dieser komplizierten Situation bleibt es nur, auf die friedensstiftende Rolle Russland zu hoffen, dessen in Syrien stationiertes Kontingent in der Lage ist, die meisten Bedrohungen für den Friedensprozess würdig einzudämmen“, sagte Prostakow.

Dem TV-Sender Al Mayadeen zufolge waren Raketen auf T-4 im Gouvernement Homs in der Nacht zum Montag vom Mittelmeer aus abgefeuert worden. Die syrische Luftabwehr konnte die meisten Raketen abfangen. Aber einige explodierten doch auf dem Gelände des Stützpunktes, richteten aber keinen nennenswerten Schaden an. Nach Militärangaben kamen zwei iranische Soldaten ums Leben, sieben weitere wurden verletzt.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden fünf der insgesamt acht Raketen in der Luft zerstört. Die Vereinigten Staaten erklärten, Washington habe mit dem Beschuss nichts zu tun.

sputniknews


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