Ausstoß chemischer Substanzen in West-Sibirien – Verletzte

  22 September 2018    Gelesen: 661
Ausstoß chemischer Substanzen in West-Sibirien – Verletzte

Drei Mitarbeiter eines Stahlwalzwerkes in der Stadt Nowokusnezk (westsibirisches Gebiet Kemerowo) sind nach einem Ausstoß von chemischen Substanzen ins Krankenhaus gebracht worden. Dies teilte der Pressedienst des Nowokusnezker Bürgermeisters mit. Das Personal des Werkes sei evakuiert und die Arbeit in der Fabrik eingestellt worden.

Laut regionalen Behörden ereignete sich der Vorfall am Freitag in einer Fabrik des Unternehmens „Rossa-1", wo Industrieöle und Erdölerzeugnisse verarbeitet werden. Die Produktionsstätte befinde sich in unmittelbarer Nähe eines Betriebes des Stahlwerkes EVRAZ ZSMK. Der regionalen Zivilschutzbehörde zufolge war eine Wolke aus Verarbeitungsprodukten über Luftleitungen in eine Halle des Stahlwerkes eingedrungen, in der sich 186 Menschen aufhielten.

„Es ist zu einem Salven-Ausstoß chemischer Substanzen in die Atmosphäre gekommen", heißt es in der Mitteilung des Pressedienstes. 20 bei dem Stahlwalzwerk beschäftigte Mitarbeiter sollen wegen verschlechterten Gesundheitszustandes bei einer Unfallstation erste Hilfe erhalten haben. Drei Personen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo ihr Vergiftungsgrad ausgewertet werden solle.

Die Arbeit des Stahlwerkes sei gestoppt und das Personal in Sicherheit gebracht worden. Polizei, Zivilschutz- und Aufsichtsbehörden würden zu dem Zwischenfall ermitteln.

Zivilschutz-Mitarbeiter sollen die Konzentration der Schadstoffe gemessen und festgestellt haben, dass keine Lebensgefahr bestehe, hieß es. Zurzeit sei die Werkhalle geschlossen und werde gelüftet.

Die Regionale Staatsanwaltschaft ermittelt zum Vorfall.


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