Schlaf hilft dem Immunsystem

  14 Februar 2019    Gelesen: 661
Schlaf hilft dem Immunsystem

Schlaf stärkt das Immunsystem.

Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck haben nun in einer Studie einen neuen Mechanismus nachgewiesen, wie der Schlaf bestimmte Immunfunktionen beeinflusst. Sie konnten an Probanden zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion sogenannter T-Zellen beeinträchtigt war. Das sind die weißen Blutzellen, die für die Bekämpfung von Erregern zuständig sind. Die Studie wurde im Journal of Experimental Medicine veröffentlicht. 

Während des Schlaf-Experiments überprüften die Wissenschaftler vor allem die Bindungsstärke der T-Zellen an ein bestimmtes Molekül, das es ihnen möglich macht, sich an andere Zellen anzuheften. Dies ist für ihre Funktion wichtig. Autor Stoyan Dimitrov sagt: „Die Adhäsion an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen.“ 

Durch Schlafentzug beeinträchtigt wurde die T-Zellfunktion in den Experimenten auch durch Plasma sowie lösliche Moleküle wie Adrenalin, Prostaglandine und der Botenstoff Adenosin. Da dieseleben Substanzen auch bei einer Reihe pathologischer Zustände starkt erhöht sind, wie bei chronischem Stress oder Krebs, betonen die Forscher, dass ihre Befunde auch außerhalb der Schlafforschung klinische Relevanz haben. „Sie könnten erklären, warum das Immunsystem bei manchen Erkrankungen unterdrückt ist.“


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