Appell an Moskau: Huntsman verweist auf „100.000 Tonnen internationale Diplomatie“ im Mittelmeer

  24 April 2019    Gelesen: 191
Appell an Moskau: Huntsman verweist auf „100.000 Tonnen internationale Diplomatie“ im Mittelmeer

Der US-Botschafter in Russland, Jon Huntsman, hat amerikanische Flugzeugträger im Mittelmeer besucht und erklärt, dass diese Schiffe helfen würden, Russland auf die Notwendigkeit hinzuweisen, „die Destabilisierungsaktivitäten in aller Welt“ einzustellen.

„Jeder dieser Flugzeugträger, der sich im Mittelmeer befindet, repräsentiert 100.000 Tonnen internationale Diplomatie“, wird Huntsman auf der Webseite der 6. Flotte der US-Navy zitiert.

Ab 23. April sind demnach im Mittelmeer zwei amerikanische Flugzeugträger – die „USS Abraham Lincoln“ und die  „USS John C. Stennis“ präsent. Die beiden Schiffe waren Medienberichten zufolge hier zuletzt im Jahre 2016.

Ferner betonte Huntsman, dass in der Epoche ernsthafter Konkurrenz sogar eine Flugzeugträgergruppe „enorme operative Flexibilität und Agilität“ liefere. Und wenn zwei solche Gruppen zusammen agieren, schaffen sie ihm zufolge „eine präzedenzlose Abschreckung vor einseitiger Aggression“.

„Dies soll keinen Zweifel an der Bekenntnis unseres Landes zur Sicherheit und Stabilität in der Region aufkommen lassen“, versicherte der Botschafter.

Er sagte unter anderem:

„Die diplomatische Kommunikation und der Dialog zusammen mit der starken Verteidigung, die diese Schiffe gewährleisten, zeigen Russland, dass es, wenn es wirklich die Beziehungen zu den USA verbessern will, seine Destabilisierungsaktivitäten in der ganzen Welt einstellen muss.“

Diese Schiffsgruppe verfügt über 130 Flugzeuge, zehn Schiffe und 9000 Seeleute.

Russland verweist in den vergangenen Jahren wiederholt auf den beispiellosen Aufschwung der Nato-Aktivitäten an seinen westlichen Grenzen. Die Nato trete mit immer neuen Initiativen auf, deren Ziel „die Eindämmung der russischen Aggression“ sei. Moskau brachte häufig seine Besorgnis über den Ausbau der Nato-Kräfte in Europa zum Ausdruck. Putins Sprecher Dmitri Peskow unterstrich immer wieder, dass Russland für andere Länder keine Bedrohung darstelle, aber auf potenzielle Gefahren für seine Interessen reagieren müsse.

sputniknews


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