Ibiza-Affäre: SPÖ will Kurz verklagen

  22 Mai 2019    Gelesen: 306
Ibiza-Affäre: SPÖ will Kurz verklagen

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda hat angekündigt, dass seine Partei heute eine einstweilige Verfügung und eine Klage auf Unterlassung gegen den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz einbringen will. Dies berichtet das Portal oe24.at.

„Die ungeheuerlichen Anschuldigungen des Bundeskanzlers, der in mehreren Interviews behauptet, die SPÖ hätte mit dem Ibiza-Video zu tun, werden ein gerichtliches Nachspiel haben“, wird Drozda zitiert. 

Dass der österreichische Kanzler in Interviews mit großen, auch internationalen Tageszeitungen versuche, die SPÖ in den ÖVP-FPÖ-Skandal hineinzuziehen, sei nicht vertrauensbildend, fügte Drozda hinzu.

Derzeit sei unklar, auf welche Aussagen sich die SPÖ beruft.

Vergangenen Freitag war ein Video veröffentlicht worden, in dem der – mittlerweile zurückgetretene – österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache eine vermeintliche lettische Milliardärin um Wahlkampfspenden bittet und im Austausch Staatsaufträge anbietet. Allerdings hatte Strache die Frau offenbar für die Nichte eines russischen Oligarchen gehalten. 

Die angebliche Russin soll dabei angeboten haben, bei der österreichischen „Kronen Zeitung” als Investorin einzusteigen und Strache danach zu unterstützen.

Die Opposition hatte sofort von dem größten politischen Skandal in Österreich in den letzten Jahren gesprochen und Neuwahlen gefordert.

Das mit versteckter Kamera gefilmte Video soll im Juli 2017 in einer Villa auf Ibiza entstanden sein. Es wurde vom „Spiegel” und von der „Süddeutschen Zeitung” verbreitet. 

sputniknews


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