Mercedes C-Klasse W 205 geht immer

  18 Auqust 2019    Gelesen: 409
Mercedes C-Klasse W 205 geht immer

Es ist kaum zu glauben, aber die aktuelle Mercedes C-Klasse ist in die Jahre gekommen. Entsprechend üppig ist das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Zudem kann man mit einem W 205 aus zweiter Hand eigentlich nichts falsch machen.

2014 brachte Mercedes die aktuelle C-Klasse mit der Typenbezeichnung W 205 auf den Markt. Angesichts dieser für den Modellzyklus schon stattlichen Zeitspanne ist es wenig verwunderlich, dass sich mittlerweile viele tausend Exemplare der Mittelklasse-Limousine in den Online-Gebrauchtbörsen tummeln. So richtig was falsch machen kann man mit dem Zuverlässigkeitsmeister nicht. Allerdings muss man bereit sein, dafür auch etwas mehr zu investieren.

Im Innenraum der rund 4,70 Meter langen Limousine geht es modern, schick und bei entsprechendem Ausstattungsumfang sogar richtig edel zu. Bei der Qualitätsanmutung gilt der in Bremen gefertigte Sternträger in der Mittelklasse als referenzverdächtig. Dank bequemer Sitze, guter Ergonomie und komfortbetontem Fahrwerk eignet sich die C-Klasse vor allem für den Langstreckeneinsatz. Auch der Entfaltungsspielraum für die Fondgäste sowie der 480 Liter große Kofferraum sind für Alltag und Reisen ausreichend. Wird mehr Platz gebraucht, empfiehlt sich die C-Klasse als T-Modell mit einem über 1500 Liter fassenden Kombi-Kofferraum.

Ein Dutzend Motoren stehen zur Wahl

Wie für ein deutsches Premium-Modell der Mittelklasse üblich, ist die Bandbreite der Antriebsaggregate üppig. Nimmt man die sportlichen AMGs hinzu, kommt man allein bis zur Modellpflege 2018 bei den Benzinern auf ein gutes Dutzend verschiedener Leistungsstufen, die von 129 PS bis 510 PS reichen. Bereits recht flott unterwegs ist man mit dem Zweiliter-Vierzylinder C 200 mit 184 PS, der fast schon 250 km/h erreicht. Sparsam geht auch, denn der Normverbrauch liegt – so jedenfalls im Datenblatt vermerkt - bei rund fünfeinhalb Litern. Realistisch sind Werte um die 7,5 bis 8,0 Liter. Souverän unterwegs ist man mit dem über 200 PS starken C 250. Dieser ist zudem zwangsgekoppelt an die empfehlenswerte Automatik. Zweifellos gut ist die 7G-Tronic, besser ist die ab 2016 angebotene 9-Gang-Automatik.

Knapp 40 Prozent der gebrauchten C-Klassen werden in Kombination mit einem Diesel angeboten. Hier stehen ein halbes Dutzend Leistungsstufen, von 116 PS bis 245 PS, zur Wahl. Als goldene Mitte empfiehlt sich der 2,2-Liter-Vierzylinder 220 d mit 170 PS, den man ebenfalls mit Automatik bekommen kann. Auch dieser Motor erlaubt gute Fahrleistungen, ohne beim Durst über die Stränge zu schlagen.

Hoche Sicherheit und Sehr gute Qualität


In puncto Sicherheit wurde die C-Klasse beim EuroNCAP-Crashtest mit voller Sternzahl belohnt. Dabei hilfreich war unter anderem der serienmäßige Kollisionsverhinderer. Außerdem gibt es eine Connect-Me-Funktion, die dank integriertem SIM-Chip einen Notruf rausschicken kann. Bereits in den einfachen Ausstattungen hat eine C-Klasse viele Nettigkeiten serienmäßig an Bord. Gezielt suchen muss man hingegen nach attraktiven Extras wie Head-up-Display, Abstandstempomat, Eingabe-Touchpad oder dem Luftfahrwerk. Mit letzterem fährt sich die C-Klasse besonders sänftenartig, fast wie eine kleine S-Klasse.

Im TÜV Report 2019 konnte die C-Klasse in Hinblick auf ihr Abschneiden bei Hauptuntersuchungen Traumnoten einfahren. Bei der ersten Untersuchung blieben fast 96 Prozent aller vorgestellten Modelle ohne Mängel. Das ist deutlich besser als im Segmentdurchschnitt, zumal die Laufleistung der vorgeführten C-Klassen deutlich höher war als bei anderen Fahrzeugen. Auch ein Dauertest der Autozeitung über 100.000 Kilometer bescheinigt der Baureihe W 205 eine nahezu weiße Weste.

Fazit: Ein Mercedes steht in den Köpfen vieler Autofahrer für gehobene Dauerläuferqualitäten. Diesem Ruf wird die aktuelle C-Klasse als Gebrauchtwagen vollauf gerecht. Das Qualitätsniveau der Mittelklassebaureihe muss man sich allerdings leisten wollen – auch gebraucht, denn für Exemplare aus zweiter Hand mit moderater Laufleistung werden noch mindestens 15.000 Euro aufgerufen.


Quelle: n-tv.de


Tags: