BKA meldet Schlag gegen Kinderpornografie

  03 Mai 2021    Gelesen: 1531
BKA meldet Schlag gegen Kinderpornografie

Ermittlern in Deutschland ist ein Schlag gegen die weltweite Verbreitung von kinderpornografischem Material im sogenannten Darknet gelungen. Wie das Bundeskriminalamt mitteilte, konnte eine Plattform mit dem Namen „Boystown“ abgeschaltet werden.

Bei den drei mutmaßlichen Betreibern handele es sich um einen 40 Jahre alten Mann aus dem Kreis Paderborn, einen 49 Jahre alten Mann aus dem Landkreis München und einen 58 Jahre alten, aus Norddeutschland stammenden Mann, der seit mehreren Jahren in Paraguay lebt.

Die beiden in Deutschland lebenden Männer wurden im April festgenommen, ebenso wie ein weiterer Beschuldigter. Dabei handele es sich um einen 64 Jahre alten Mann aus Hamburg, der einer der aktivsten Nutzer der Plattform gewesen sein soll. Gegen den in Paraguay lebenden Mann gebe es einen internationalen Haftbefehl.

Rund 400.000 Mitglieder weltweit

Laut BKA sollen die Betreiber der Plattform maßgeblich mit der technischen Umsetzung der Darknet-Seite, der Einrichtung und Wartung der Serverstruktur und der Mitgliederbetreuung beschäftigt gewesen sein. Zudem erhielten die Mitglieder von ihnen Sicherheitshinweise für das sichere Surfen auf „Boystown“, um das Entdeckungsrisiko vor den Strafverfolgungsbehörden zu minimieren.

Die Plattform fungierte im Darknet als internationale Tauschbörse für Bilder und Videos vom sexuellen Missbrauch insbesondere von Jungen. Sie soll weltweit zuletzt rund 400.000 Mitglieder gehabt haben. Zudem habe es Chatbereiche gegeben, in denen sich die Mitglieder austauschen konnten. Die Plattform sowie die Chatbereiche wurden abgeschaltet.

 

deutschlandfunk


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