Besonders schlecht fiel das vierte Quartal aus: Allein in diesem Zeitraum machte Petrobras einen Verlust von 36,9 Milliarden Reais - zehn Mal so viel wie ein Jahr zuvor.
Der Ölkonzern steht im Zentrum einer weitverzweigten Korruptionsaffäre, in die dutzende Politiker von Regierung und Opposition verwickelt sind. Ein Großteil der Vorwürfe ist mit den Geschäften von Petrobras verknüpft. Allein im Zusammenwirken zwischen Petrobras und Baufirmen sollen umgerechnet fast zwei Milliarden Euro falsch ausgewiesen worden sein, um Bestechungszahlungen an Politiker und Parteien abzweigen zu können.
Die konservative Opposition beschuldigt Präsidentin Dilma Rousseff, ihren Wahlkampf im Jahr 2014 illegal mit Spenden von Petrobras-Zulieferern finanziert zu haben. Auch Rousseffs Vorgänger Luiz Inácio Lula da Silva wird vorgeworfen, in den Skandal verwickelt zu sein. Rousseff ernannte Lula in der vergangenen Woche zu ihrem Stabschef. Die Opposition wirft ihr vor, mit der Ernennung die strafrechtliche Verfolgung ihres langjährigen Weggefährten erschweren zu wollen.
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