AzVision berichtet, dass dies der bulgarische Energieminister Traycho Traykov erklärte.
Bei einer außerordentlichen Sitzung des Ministerrats zur Krise im Persischen Golf teilte Traykov Premierminister Andrey Gyurova mit, dass Bulgarien über einen kleinen, aber realen Puffer gegen Marktschocks verfüge.
Seinen Angaben zufolge reagieren die Spotmärkte zwar sensibel auf Nachrichten aus der Region, Bulgarien kaufe jedoch bereits Gas zu vereinbarten Konditionen – basierend auf den Preisparametern der Vorkrisenzeit.
„Die wichtigste Stabilitätsquelle ist der langfristige Gasliefervertrag mit Aserbaidschan. Die aktuelle Versorgung ist das Ergebnis intensiver Diversifizierungsbemühungen – dies dient der Sicherstellung der Versorgungsstabilität und dem Schutz der Verbraucher vor plötzlichen Preisschocks. Wir beobachten weiterhin die Dynamik der internationalen Märkte und ergreifen gemeinsam mit den staatlichen Energieunternehmen Maßnahmen, um die Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Sektors und der Verbraucher zu stärken“, so Traykov.
Bezüglich der Importe von Flüssigerdgas (LNG) merkte der Minister an, dass Bulgarien LNG zu Preisen importiert habe, die vor der Verschärfung der Krise im Nahen Osten vereinbart worden seien.
„Die Vereinbarung wurde zu Preisen abgeschlossen, die deutlich unter den aktuellen Marktpreisen liegen und die Voraussetzungen für eine planbare Entwicklung des heimischen Marktes angesichts des starken Anstiegs der Öl- und Gaspreise auf dem Weltmarkt schaffen“, erklärte der Minister.
T. Traykov fügte hinzu, dass die Entladung der zweiten LNG-Lieferung für Bulgargaz für das Jahr 2026 am Terminal in Alexandroupolis kurz vor dem Abschluss stehe. Der Tanker mit 100 Millionen Kubikmetern Gas für Bulgarien wurde am Sabine-Pass-Terminal des US-amerikanischen Unternehmens Cheniere Energy beladen; Lieferant ist Shell.
„Die aktuell entladenen Mengen decken den Bedarf der Bulgargaz-Kunden im laufenden Monat“, so Traykov.
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