Hubble-Teleskop geht in den Sicherheitsmodus

  05 Juni 2024    Gelesen: 430
  Hubble-Teleskop geht in den Sicherheitsmodus

Das Weltraumteleskop Hubble ist schon seit über drei Jahrzehnten für die NASA im Einsatz. Jetzt werden die Aktivitäten zurückgefahren und nur noch eins von sechs Gyroskopen steht vorerst für wissenschaftliche Erkundungen zur Verfügung.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA fährt die Aktivitäten des altersschwachen Weltraumteleskops Hubble etwas herunter. Das Teleskop, das seit fast 35 Jahren im Einsatz ist, befinde sich schon seit rund zwei Wochen in einer Art Sicherheitsruhemodus, teilte die NASA mit.

Von den sechs Gyroskopen an Bord von Hubble, mit denen unter anderem die Ausrichtung des Teleskops gesteuert wird, funktionierten nur noch drei - und eines davon hatte zuletzt wiederholt fehlerhafte Daten gesendet. Deswegen sei nun entschieden worden, Hubble bis auf Weiteres nur noch mit einem aktiven Gyroskop zu betreiben - und ein weiteres für einen späteren Einsatz bereitzuhalten.

Das werde "geringfügige Einschränkungen" zur Folge haben, erklärte die NASA. "Das Teleskop wird mehr Zeit zum Schwenken brauchen und wird nicht mehr so viel Flexibilität haben, wo es zu einer gegebenen Zeit hinschauen kann. Es wird auch keine Objekte mehr verfolgen können, die näher sind als der Mars, aber das sind Ziele von Hubble selten."

Ab Mitte Juni werde Hubble wohl wieder für wissenschaftliche Erkundungen zur Verfügung stehen, hieß es weiter. Das Observatorium ist so groß wie ein Bus und war 1990 ins All gebracht worden. Mit seinen Bildern hat Hubble bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse geliefert - unter anderem hat es bestätigt, dass es gigantische Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien gibt und sich der Kosmos immer schneller ausdehnt. Hubble arbeitet vor allem im optischen und ultravioletten Bereich. Der 2021 gestartete Nachfolger "James Webb" untersucht dagegen im infrarotnahen Bereich.

Quelle: ntv.de, lme/dpa


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