Arbeitnehmer verdienen 2025 netto weniger

  28 Februar 2025    Gelesen: 87
  Arbeitnehmer verdienen 2025 netto weniger

Die kurz vor Neujahr beschlossenen Steuersenkungen werden wegen stark gestiegener Sozialbeiträge nicht im Geldbeutel der Beschäftigten ankommen. Eine Datev-Aufstellung zeigt, dass kaum ein Angestellter ungeschoren davon kommt. Besonders hart trifft es zwei Gehaltsgruppen.

Arbeitnehmer in Deutschland erhalten von ihrem Gehalt im laufenden Jahr deutlich weniger netto ausgezahlt. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" mit Verweis auf neue Berechnungen des Nürnberger Softwarehauses Datev. Demnach führt ein signifikanter Anstieg bei den Sozialabgaben "zu einer nahezu durchgängigen Mehrbelastung der abhängig Beschäftigten", heißt es bei dem IT-Dienstleister, der jeden Monat die Lohn- und Gehaltsabrechnungen für mehr als 14 Millionen Arbeitnehmer erstellt.

Auch die noch kurz vor dem Jahreswechsel von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Steuersenkungen, die laut Datev teils bereits für den Februar, spätestens aber vom Monat März 2025 an in den Gehaltsabrechnungen und Lohnzetteln berücksichtigt sind, reichten nicht aus, um die höheren Beiträge bei der Kranken- und Pflegeversicherung und die erhöhten Abgaben aufgrund der 2025 deutlich höheren Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung auszugleichen.

Bei Gutverdienern sind die Abzüge höher

Die Fachleute bei Datev haben laut dem Bericht ausgerechnet, wie viel netto weniger oder mehr übrig bleibt, vergleicht man ein gleichbleibendes Einkommen 2024 mit 2025. Wer monatlich bis zu 5000 Euro brutto oder weniger verdient, kommt demnach noch glimpflich weg: Ein Single mit Steuerklasse I ohne Kind und monatlich 3000 Euro brutto hat zum Beispiel 28 Euro im Jahr weniger zur Verfügung. Bei Gutverdienern sind nach den Berechnungen von Datev über alle Steuerklassen hinweg im Vergleich von 2024 zu 2025 zwei deutliche Stufen mit höheren Abzügen zu erkennen. Diese machen sich bei den Gehaltsstufen jeweils ab monatlich 5500 Euro und ab 8000 Euro brutto bemerkbar. Hier schlagen die höheren Beitragsbemessungsgrenzen zu Buche.

"Dieser Effekt trifft besonders die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch diese Anhebungen die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge erstmalig auf ihr komplettes Gehalt entrichten müssen", heißt es in der Pressemitteilung des Softwarehauses, die der SZ vorab vorlag. So müssen von der Summe her in diesem Jahr Verheiratete mit einem Bruttogehalt von 8500 Euro das größte Minus verkraften. Sie haben übers Jahr 658 Euro (kinderlos) beziehungsweise 633 Euro (mit zwei Kindern) weniger im Geldbeutel.

Quelle: ntv.de, mau


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