Ermordung von Aserbaidschanern in Russland ist Ausdruck eines tief verwurzelten Chauvinismus

  30 Juni 2025    Gelesen: 430
  Ermordung von Aserbaidschanern in Russland ist Ausdruck eines tief verwurzelten Chauvinismus

Die Ermordung von Aserbaidschanern in Jekaterinburg ist auf den tief verwurzelten Chauvinismus, die Grausamkeit der Machtstrukturen und die Menschenrechtsverletzungen in Russland gegenüber den Völkern des Kaukasus zurückzuführen.

AzVision berichtet unter Berufung auf Report, dass Taras Kuzio, Professor der Politikwissenschaft an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie, sagte:

Ihm zufolge reichen die Wurzeln dieser Haltung gegenüber nationalen Minderheiten in Russland bis in die Sowjetzeit zurück.

„Rassismus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit gegenüber den Völkern des Kaukasus und Zentralasiens existierten bereits während der Sowjetzeit (zum Beispiel in der sowjetischen Armee) und haben sich in Russland seit 1991 weiterentwickelt“, sagte T. Kuzio.

Laut dem Professor basiert die russische Politik auf der Ideologie des imperialen Nationalismus, dem Kriegskult, Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit.

Die UdSSR und Russland betrachteten Armenien traditionell als ihre Verbündeten im Südkaukasus. Gleichzeitig unterstützten sie Armeniens Angriffskrieg gegen Aserbaidschan im Ersten Karabach-Krieg und die Besetzung eines Fünftels des aserbaidschanischen Territoriums. Aserbaidschan ist heute ein unabhängiger Staat und gehört nicht zum Einflussbereich Russlands. Das Land ist zudem weder Mitglied der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) noch der Eurasischen Wirtschaftsunion. Aserbaidschan hat mit der Türkei einen mächtigen Verbündeten, einen wirtschaftlich, energiepolitisch und militärisch starken Staat. All dies sorgt in Russland für Wut, da der Kreml die nichtrussischen Völker der UdSSR als Marionettenstaaten betrachtet“, betonte er.

Es sei darauf hingewiesen, dass der russische Inlandsgeheimdienst am Morgen des 27. Juni in Jekaterinburg eine Razzia in Wohnhäusern von Aserbaidschanern durchführte. Bei der Razzia wurden zwei Aserbaidschaner getötet und mehrere weitere festgenommen. Bei den getöteten Aserbaidschanern handelt es sich um die Brüder des bekannten Journalisten Seyfeddin Hüseynli.

Das aserbaidschanische Außenministerium veröffentlichte am 28. Juni eine Erklärung zu den Angriffen des russischen FSB auf Aserbaidschaner in Jekaterinburg.

Darüber hinaus wurde der russische Geschäftsträger wegen des Vorfalls in Jekaterinburg ins aserbaidschanische Außenministerium einbestellt und heftig protestiert.


Tags:


Newsticker