Krebszellen können sich schnell vermehren und ihre Struktur verändern. Sie wechseln von einem dichten Epithel zu einem beweglicheren mesenchymalen Zustand, was zu ihrer Ausbreitung und Therapieresistenz beiträgt. Forscher haben sich auf die Fähigkeit von Benzaldehyd konzentriert, diesen Prozess zu blockieren.
In Experimenten an Mäusen hemmte Benzaldehyd das Wachstum maligner Zellen, einschließlich solcher, die gegen Strahlentherapie und das Medikament Osimertinib resistent waren. In Zellkulturen verstärkte die Substanz die Wirkung der Strahlentherapie und tötete zuvor resistente Zellen ab.
Der Wirkmechanismus beruht darauf, dass Benzaldehyd die Interaktion des Signalproteins 14-3-3ζ mit phosphoryliertem Histon H3 verhindert. Diese Interaktion ist essenziell für das Überleben von Krebszellen und ihre Therapieresistenz. Durch die Blockierung dieser Interaktion reduziert Benzaldehyd die Expression von Genen, die zur Tumorplastizität und -resistenz beitragen.
Wissenschaftler hoffen, dass Benzaldehyd eine neue Ergänzung bestehender Krebsmedikamente darstellt, deren Wirksamkeit erhöht und das Problem der Medikamentenresistenz überwindet.
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