Gemeinsame Stellungnahme von Experten aus Aserbaidschan, Kasachstan, Russland und der ICAO: Das AZAL-Flugzeug wurde abgeschossen

  26 Dezember 2025    Gelesen: 283
  Gemeinsame Stellungnahme von Experten aus Aserbaidschan, Kasachstan, Russland und der ICAO: Das AZAL-Flugzeug wurde abgeschossen

Die Untersuchung des Absturzes der Passagiermaschine vom Typ Embraer 190-100 IGW der „Azerbaijan Airlines“ CJSC (AZAL) am 25. Dezember 2024 auf kasachischem Gebiet wird gemäß Anhang 13 des Chicagoer Übereinkommens über die Internationale Zivilluftfahrt fortgesetzt, berichtet AzVision.az unter Berufung auf AZERTAC.

Die Untersuchung wird vom kasachischen Verkehrsministerium unter Beteiligung von Vertretern der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), Aserbaidschans, Brasiliens und Russlands durchgeführt. Parallel dazu führen die Ermittlungsbehörden Aserbaidschans, Kasachstans und Russlands strafrechtliche Ermittlungen zum Absturz in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen durch.

Gemäß den Vorgaben der ICAO veröffentlichte Kasachstan im Februar dieses Jahres einen vorläufigen Bericht. Dieser Bericht enthielt lediglich die festgestellten Fakten und keine Analysen oder Schlussfolgerungen.

Da der Abschlussbericht, der die Ergebnisse der Untersuchung gemäß dem Chicagoer Übereinkommen enthalten sollte – bis zum Jahrestag des Absturzes nicht fertiggestellt werden konnte, veröffentlichte Kasachstan gemäß den ICAO-Vorgaben eine Zwischenerklärung.

In dieser Zwischenerklärung wird festgestellt, dass die Sauerstoffflaschen unbeschädigt waren, wodurch eine interne Explosion ausgeschlossen wird. Weiterhin wird festgehalten, dass die Fremdkörper aus Metall, die das Flugzeug beschädigten – Fragmente eines Sprengkörpers –, zu einem Waffensystem gehören. Das Modell des Waffensystems wird in der Zwischenerklärung jedoch nicht genannt. Es sei daran erinnert, dass die Zugehörigkeit dieses Waffensystems zu den Luftverteidigungskräften des russischen Verteidigungsministeriums bereits in einer politischen Erklärung des russischen Präsidenten erwähnt wurde.

Es wird darauf hingewiesen, dass die kasachische Seite im nächsten Schritt verpflichtet ist, den Abschlussbericht mit den vollständigen Untersuchungsergebnissen zu veröffentlichen. Im Gegensatz zur Zwischenmitteilung sollte der Abschlussbericht detaillierter sein, alle im Zuge der Untersuchung gewonnenen Fakten enthalten, eine Analyse der Absturzursache liefern und Empfehlungen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft beinhalten.

Auf Grundlage des von der kasachischen Seite veröffentlichten Berichts und der gemeinsamen Stellungnahme von Experten aus Aserbaidschan, Russland, Kasachstan, Brasilien und der ICAO ist ersichtlich, dass das Flugzeug nicht aufgrund eines technischen Defekts, sondern aufgrund eines äußeren Eingreifens, konkret eines Abschusses die Kontrolle verlor und abstürzte.


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