AzVision berichtet, dass dies von der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Köln (IW) gemeldet wurde.
Dem Bericht zufolge investierten deutsche Unternehmen zwischen Februar und November 2025 rund 10,2 Milliarden Euro in den USA. Das sind etwa 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als die Investitionen noch bei rund 19 Milliarden Euro lagen. Die Forscher verglichen diese Zahlen auch mit dem Durchschnitt für den gleichen Zeitraum von 2015 bis 2024, der bei rund 13,4 Milliarden Euro lag.
Samina Sultan, Außenhandelsexpertin am Institut, merkte an, dass die Investitionen selbst im Vergleich zu diesem Durchschnitt seit Trumps Amtsantritt um mehr als 24 Prozent gesunken seien. Laut Wirtschaftsexperten sind auch die deutschen Exporte in die USA zurückgegangen: Von Februar bis Oktober 2025 sanken die Lieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,6 Prozent. Das Institut betonte, dass dies der stärkste Rückgang seit 2010 sei, die Zeit der COVID-19-Pandemie ausgenommen.
Experten erklärten, der Rückgang bis 2025 sei nicht nur auf US-Zölle, sondern auch auf die Dollarabwertung zurückzuführen. Das Institut merkte an, dass Unternehmen sich Sorgen über die Änderungen in der US-Handelspolitik und die drohenden zusätzlichen Zölle machten. Sultan ist der Ansicht, dass die Unsicherheit in Trumps Politik Unternehmen, die Investitionsentscheidungen üblicherweise mehrere Jahre im Voraus treffen, zu einer abwartenden Haltung zwinge.
Branchenindikatoren zeigten zudem einen stärkeren Rückgang der Exporte von Autos und Autoteilen (um etwa 19 %). Die Exporte von Maschinenbauprodukten sanken um 10 % und die Exporte von chemischen Produkten um mehr als 10 %. Forscher erklärten, dies habe negative Folgen auf beiden Seiten des Atlantiks. Laut Experten haben die Zölle die Produktionskosten in den Vereinigten Staaten erhöht.
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