Laut den "Kieler Nachrichten" handelt es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Bandidos aus dem Bereich Kiel/Neumünster und bei dem Opfer um ein Mitglied der Hells Angels aus Hamburg. Die vier Männer hätten dem 36-Jährigen aufgelauert. Der Mann musste demnach in einer Itzehoer Klinik operiert werden.
Drei Festnahmen noch am Montagabend
Nach Angaben des Landeskriminalamtes waren die vier Tatverdächtigen nach dem Vorfall in Dägeling mit einem Auto geflohen. Ihre Fahrt stoppten sie jedoch im Bereich Elmshorn und flohen von dort zu Fuß weiter. Drei von ihnen konnten Beamte noch am Montagabend festnehmen. In ihrem Wagen stellten die Beamten Waffen und Beweismittel sicher. Die Hintergründe der Tat auf offener Straße sind noch unklar.
Vor einigen Jahren hatte im Norden ein Rockerkrieg getobt. Nach mehreren Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen folgten damals Verbote von Ortsgruppen der Hells Angels in Flensburg (2010) und Kiel (2012) sowie der verfeindeten Bandidos in Neumünster (2010). Seitdem war es eher ruhig im nördlichsten Bundesland. Die Bekämpfung der Rockerkriminalität ist nach wie vor ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit.
Im nördlichsten Bundesland gibt es Ortsgruppen verschiedener Motorradclubs. Auch entsprechende Unterstützerclubs - sogenannte Supporter - existieren. Und es werden wieder mehr: 2013 hat sich das Charter der Hells Angels in Lübeck aufgelöst - wohl um einem Verbot zuvorzukommen. Im zweiten Halbjahr 2015 traten Rocker dort nach Polizeiangaben wieder aber wieder als MC Lubeck wieder in Erscheinung.
Tags:






