Eine Jury hatte der Wrestling-Legende Hogan die Summe zugesprochen, weil Gawker im Oktober 2012 ein Video aus dem Jahr 2007 veröffentlichte, auf dem Hogan Sex mit der Frau seines damaligen besten Freundes hatte. Hogan will nicht gewusst haben, dass er gefilmt wurde.
Der Prozess bot tiefe Einblicke in das Geschäft mit Promi-Klatsch, aus dem immer mehr Details bekannt werden: Wie die "New York Times" berichtet, finanzierte der Multimilliardär Peter Thiel offenbar Hogans Prozess maßgeblich mit. Der PayPal-Gründer und Facebook-Investor soll demnach einige von Hogans Anwaltsrechnungen bezahlt haben. Offiziell ist diese Nachricht aber noch nicht bestätigt worden.
Thiel handelte offenbar aus persönlichem Interesse "gegen den gemeinsamen Feind". Dem Bericht zufolge hat der Milliardär nämlich seinerseits einen Disput mit der Website Gawker. Das Medienunternehmen hat den Investor demnach im Jahr 2007 in einem Artikel als schwul geoutet. Thiel, der nun öffentlich mit seiner sexuellen Orientierung umgeht, bezeichnete das Unternehmen daraufhin als "das Silicon-Valley-Äquivalent von al-Qaida".
Falls die Information stimmt, dürften noch mehr Kosten auf Thiel zukommen: Anfang des Monats verklagte Hogan Gawker sogar erneut. Dieses Mal geht es um die Veröffentlichung geheimer Gerichtsunterlagen, die Hogan in einem wenig schmeichelhaften Licht erscheinen lassen. Darin wird Hogan zitiert, wie er rassistische Bemerkungen über den schwarzen Ex-Freund seiner Tochter macht. Gawker bestreitet die Vorwürfe.
Quelle : spiegel.de
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