Die fünf Südkoreaner sollen eine 41-jährige Verwandte am 5. Dezember vergangenen Jahres bei einer Teufelsaustreibung in einem Frankfurter Hotel getötet haben. Sie fügten der Frau nach Ansicht der Anklagebehörde über mindestens zwei Stunden "Schmerzen und Qualen körperlicher Art zu, die über das für die Tötung erforderliche Maß weit hinausgingen". Alle Beschuldigten hätten ein Ersticken der Frau zumindest billigend in Kauf genommen.
Die Täter gehörten wohl einer Sekte an
Die fünf Angeklagten befinden sich seit der Tat in Untersuchungshaft. Psychiatrische Gutachten ergaben laut Staatsanwaltschaft bislang keine Hinweise auf seelische Störungen, die eine verminderte oder aufgehobene Schuldfähigkeit begründen könnten. Zuletzt hatten die Ermittler bekannt gegeben, dass die Tatverdächtigen vermutlich einer Sekte angehörten.
Das 41-jährige Opfer war am 5. Dezember bei einer mutmaßlichen Teufelsaustreibung in einem Hotelzimmer getötet worden. Mehrere Verwandte, darunter ihr 15 Jahre alter Sohn, sollen die Frau über Stunden an ein Bett gefesselt und auf den Bauch und den Brustkorb geschlagen haben. Als Grund gaben sie an, die Frau sei vom Teufel besessen gewesen.
Um die Schreie der Frau zu unterdrücken, stopften sie ihr ein Handtuch und einen Kleiderbügel in den Mund - sie erstickte. Die Schwester der 41-Jährigen wurde nach einem Hinweis der Festgenommenen unterkühlt, dem Verdursten nahe und verletzt in einem Haus in Sulzbach gefunden. In diesem Zusammenhang gebe es nach den bisherigen Ermittlungen aber keinen strafrechtlichen Hintergrund, sagte Niesen.
Quelle : spiegel.de
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