Noch eine andere Assoziation kommt dem Betrachter bei Dunkelheit in den Sinn: Der freischwebende und illuminierte Kühlergrill wirkt wie die mächtigen Schneidezähne eines Nagers, während die vorderen Kotflügel den Klauen eines Faultiers ähneln, welches zudem aus bösen Roboteraugen schaut. Bizarr muten auch die halbverkleideten – und fast schon unmenschlich großen - 28-Zoll-Räder an, dank derer der 5,9 Meter lange Karosseriekorpus den Eindruck vermitteln will, das er schwebt. Auch das vorausschauende Fahrwerk des Luxusschlittens, soll den Insassen dieses Gefühl beim Fahren bieten. Fragt sich nur, ob die extrem tief gezogenen Radverblendungen etwaige Unebenheiten der Straße überleben.
Keine bösen Verbrenner mehr
Immerhin rollt der Wagen noch auf konventionellen Rädern, die allerdings elektrisch angetrieben werden. V12-Maschinen, die das böse Benzin verfeuern, wird es im Jahr 2040 nach Ansicht von Rolls-Royce nicht mehr geben. Und natürlich kann der auch 103EX genannte Zukunfts-Brite autonom fahren, so dass "Fahrer" und "Beifahrer" den besonderen Luxus der Fahrgastkabine in vollen Zügen genießen können. Über Details des Antriebs schweigt sich Rolls-Royce aus; wichtiger scheint, dass er unter anderem selbstständig zu einer Ladestation fahren kann wenn der Akkumulator leer ist.
Bereits der Einstieg ins Auto stimmt die Fahrgäste auf ein erhabenes Erlebnis ein. So klappt das Dach nach oben, während sich die Seitentür nach hinten öffnet. Zugleich wird über Scheinwerfer eine Art roter Teppich vor das Einstiegsportal auf den Boden projiziert. Da der nicht näher spezifizierte E-Antrieb an der Hinterachse Platz findet, ist im eigentlich klassischen Motorraum Platz für Gepäck, welches seitlich eingeladen wird.
Der Innenraum empfängt seine Gäste mit einem Behaglichkeit versprühenden Kanapee. Zudem ist ein Großteil der Fahrgastzelle großflächig mit Holzapplikationen getäfelt. Ein Lenkrad braucht der 103EX selbstredend nicht mehr, denn der Chauffeur ist in Form von Elektronik, die das autonome Fahren beherrscht, bereits eingebaut. Dort, wo sich normalerweise ein Armaturenbrett befindet, macht sich ein riesiger OLED-Bildschirm breit, auf dem sich alle denkbaren Inhalte und Informationen anzeigen lassen. Vielleicht auch die, wie sich die Außenansicht zum positiven verändern könnte.
Tags:






