Nun offiziell: Richard Grasl kandidiert als ORF-Generaldirektor

  23 Juni 2016    Gelesen: 303
Nun offiziell: Richard Grasl kandidiert als ORF-Generaldirektor
Schon am Mittwoch war die Kandidatur des Finanzdirektors bekannt geworden, bestätigen wollte er sie erst am Donnerstag. Am 8. August präsentieren sich die Kandidaten offiziell - auch im Livestream oder TV.

Der Kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl, hat am Donnerstag bei der Sitzung des Stifungsrats seine Kandidatur für den Posten des ORF-Generaldirektors bekannt gegeben. Bereits am Mittwoch war diese bekannt geworden, Grasl selbst hatte sich nicht offiziell dazu äußern wollen. Er wünsche sich "einen positiven Wettbewerb der besten Ideen für den ORF", hieß es nun in einem ersten Statement von seiner Seite, übermittelt von seiner Büroleiterin.

Der Stiftungsrat tritt am Donnerstag zum letzten Mal zusammen, bevor er am 9. August den ORF-Generaldirektor wählt. Amtsinhaber Alexander Wrabetz hatte bereits Ende des Vorjahres kundgetan, für eine dritte Periode zu kandidieren.

Für die Stiftungsräte kam die Kandidatur von Grasl nicht überraschend. Einer der Vertreter aus dem bürgerlichen Freundeskreis, Herbert Fechter, sagte zu den Journalisten, die Kandidatur sei nur "ein Nebensatz" gewesen. "Es ging bisher um ganz andere Dinge". Thomas Zach, der Leiter des bürgerlichen Freundeskreis sagte am Rande der Sitzung: "Jetzt ist der erste Schritt für eine gute Zukunft des ORF, weil jetzt kommt es zu einem Wettbewerb der Ideen und Konzepte."

Präsentation am 8. August

Zwei wichtige Fragen wurden zu Beginn der Sitzung geklärt: Ein echtes Hearing der ORF-Kandidaten mit Frage- und Antwortmöglichkeiten nach dem Vorbild der Rechnungshof-Bestellung wird es nicht geben, aber auf eine Präsentation am Tag vor der Generals-Bestellung, also am 8. August, haben sich die Stiftungsräte geeinigt. Diese soll jedenfalls übertragen werden, entweder im Livestream oder via ORF III. Mit dem Kultur- und Infospartensender muss das erst besprochen werden.

Offiziell ausgeschrieben wird der Posten des Generaldirektors am 30. Juni, die Bewerbungsfrist läuft dann bis 28. Juli. Wrabetz wird von der SPÖ unterstützt, Grasl von der ÖVP. Die beiden Koalitions-"Freundeskreise" im Stiftungsrat kommen freilich nur auf je 13 Stimmen im insgesamt 35 Mitglieder starken Aufsichtsorgan.

Entschieden wurde am Donnerstag auch die Dauer der Nachfrist. Bis drei Tage nach dem offiziellen Ende der Bewerbungsfrist am 28. Juli 2016 kann ein Stiftungsrat einen weiteren Kandidaten nominieren. Die Nachfrist endet am 1. August um 12 Uhr zu Mittag.

Quelle: diepresse.com


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