Hochwasser-Warnung auf der Enns in Steyr

  14 Juli 2016    Gelesen: 635
Hochwasser-Warnung auf der Enns in Steyr
In der Nacht auf Donnerstag hat die Enns in Steyr die Hochwasser-Vorwarnstufe überschritten. Weitere Warngrenzen wurden aber vorerst nicht erreicht.

Teile Österreichs waren auch am Donnerstag von Unwettern betroffen. Vor allem Oberösterreich beobachtet entlang der Gewässer mit Sorge die Wetterentwicklung. Die Hochwasserwarngrenzen am Inn und an der oberösterreichischen Donau wurden vorerst nicht überschritten. Aber an den Hauptgewässern sind überwiegend die Pegel gestiegen. In der Steiermark wurden weitere 100 Einsätze gezählt.

Für den Enns-Kai in Steyr wurde bereits in der Früh Alarm gegeben, damit Autobesitzer ihre dort geparkten Fahrzeuge in Sicherheit bringen. Auch in Schärding am Inn begann die Feuerwehr mit dem Aufstellen des mobilen Hochwasserschutzes. Für den späten Nachmittag oder frühen Abend wurde dort sowie in Mauthausen an der Donau das Erreichen der Warngrenze erwartet. Der Hydrografische Dienst des Landes sah allerdings nur große Gefahr, wenn die Niederschläge in den kommenden Tagen länger anhalten und großflächig ausfallen sollten. Das sei aber laut Prognose am Donnerstag nicht der Fall.

Warnstufe in Bad Ischl außer Reichweite

Auch in Bad Ischl ließ der Regen zwar die Pegel des Traun- und des Ischlflusses steigen, die Warnstufe sei aber außer Reichweite, berichtete die dortige Freiwillige Feuerwehr. Die Kaiserstadt stand auch am Donnerstag im Zeichen der Aufräumungsarbeiten nach dem Unwetter am Dienstagabend. Die Stadtgemeinde und private Unternehmen arbeiteten auf Hochtouren, um den Normalzustand auf den Straßen und Wegen so schnell wie möglich herzustellen. Das könnte allerdings noch mehrere Tage oder gar Wochen dauern. Auch die Behebung der Schäden an den Häusern war im Gange, ebenso wie wie die Forstarbeiten in den Wäldern, wo der Wind unzählige Bäume umgeworfen oder geknickt hatte. Immerhin wurden die Ischler Feuerwehren und Feuerwachen nicht zu neuen Alarmen gerufen.

100 Einsätze in der Steiermark

Tausende Feuerwehrleute in der Steiermark waren auch am Mittwoch und in der Nacht auf Donnerstag bei Unwetterschäden gefordert: Es wurden rund weitere rund 100 Einsätze gezählt, teilte Thomas Meier, Sprecher der steirischen Wehren mit. Die Grazer Murpromenade musste wegen des hohen Wasserstandes der Mur gesperrt werden. Nahe Admont im Bezirk Liezen verschüttete eine Mure die Kaiserauer Landesstraße. In Mureck fielen Bäume auf Hausdächer.

Der steirische Landesfeuerwehrverband zog nach zwei Tagen Unwettern eine vorläufige Bilanz: Die Wehren seien insgesamt zu rund 370 Unwettereinsätzen gerufen worden, wobei etwa 2.500 Männer und Frauen freiwillig ihre Aufgaben erfüllten.

Glimpfliche Murenabgänge in Vorarlberg

Starker Regen hat am frühen Donnerstagvormittag im Bregenzerwald zu 33 Einsätzen der Feuerwehr geführt und zwei Murenabgänge verursacht. Im Wesentlichen galt es Keller auszupumpen, hieß es bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle. Verletzt wurde niemand, auch die Murenabgänge gingen glimpflich ab.

Betroffen waren insbesondere die Gemeinden Egg und Alberschwende, wo auch die beiden Muren abgingen und die Bregenzerwaldstraße (L200) und die Müselbacher Straße (L25) verlegten. Auf der L200 wurde eine Umleitung eingerichtet, die L25 war kurz vor Mittag wieder befahrbar.

Schäden auch in Kärnten

In Kärnten verzeichneten die Feuerwehren bis Donnerstagvormittag 250 Einsätze – insgesamt waren 80 Feuerwehren mit 450 Helfern damit beschäftigt, die Unwetterschäden zu beseitigen. Besonders schwer erwischt hatte es den Bezirk St. Veit, dort waren am Donnerstag noch vereinzelt Feuerwehren im Einsatz, teilte die Landesalarm- und Warnzentrale auf APA-Anfrage mit. Die Unwetter dürften zumindest in Kärnten aber vorbei sein.

Quelle: diepresse.com

Tags:


Newsticker