UN verlängert Friedensmission im Südsudan

  30 Juli 2016    Gelesen: 529
UN verlängert Friedensmission im Südsudan
Die Vereinten Nationen haben für eine Verlängerung des Einsatzes bis zum 12. August gestimmt. Bis dahin soll eine stärkere Resolution für das Krisenland entworfen werden.
Die Vereinten Nationen haben den UN-Friedenseinsatz im Südsudan kurzzeitig verlängert. Der Weltsicherheitsrat in New York stimmte am Freitag einstimmig für eine Verlängerung bis zum 12. August, um den beteiligten Diplomaten mehr Zeit zu gewähren, um über eine Ausweitung der Maßnahmen in der von Gewalt heimgesuchten jüngsten Nation der Erde zu entscheiden. Zu den in Betracht gezogenen Optionen zählen die Möglichkeiten, eine regionale Kraft in den UN-Einsatz einzubeziehen oder ein Waffenembargo zu verhängen.

Die US-Botschafterin vor den Vereinten Nationen, Samantha Power, rechtfertigte die Entscheidung. Die kurzzeitige Verlängerung gebe die nötige Zeit, um eine stärkere Resolution zu entwerfen. Gleichzeitig müsse schnell gehandelt werden, sagte sie.


Rund 12 000 bewaffnete Blauhelmsoldaten haben in dem afrikanischen Land momentan das Mandat, zum Schutz von Zivilisten ihre Waffen einzusetzen. Power kritisierte jedoch, dass die derzeitige Truppe nicht dazu in der Lage und teils nicht gewillt sei, ihre Pflichten zu erfüllen.

Der Südsudan kämpft seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 mit ethnischer Gewalt. 2013 brach Bürgerkrieg zwischen den Bevölkerungsgruppen der Dinka und der Nuer aus. Obwohl im August ein Friedensabkommen unterzeichnet wurde, gehen die Kämpfe weiter.


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