Yonhap hat enge Verflechtungen mit der südkoreanischen Regierung und wird auch von ihr mitfinanziert. Dass südkoreanische Offizielle dieselbe blutrünstige Rhetorik verwenden wie der Norden, wenn es um mögliche Angriffe auf den Süden geht, ist nicht ungewöhnlich. Yonhap zitiert den Sprecher des Militärs weiter mit den Worten: "Das Operationskonzept `Massive Bestrafung und Vergeltung` sieht vor, die komplette Stadt von der Landkarte zu streichen."
Südkorea erwartet weiteren Atomtest
Nach seinem bisher stärksten Atomversuch trifft Nordkorea derweil nach Angaben Südkoreas möglicherweise schon Vorbereitungen für den nächsten Test eines Atomsprengkörpers. Südkorea und die USA gingen davon aus, dass Nordkorea "jederzeit" einen neuen Atomtest unternehmen könne, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, ohne Details zu nennen. Beide Länder würden die Lage sehr genau beobachten.
Der südkoreanische Rundfunksender KBS berichtete unter Berufung auf verschiedene Quellen, es gebe Hinweise, dass Nordkorea für einen weiteren Atomtest einen bisher nicht genutzten Schacht des Testgeländes in Punggye-ri im Nordosten des Landes benutzen könnte. Der Atomversuch vom Freitag - der zweite in diesem Jahr - hatte weltweit Empörung ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Test als klare Verletzung mehrerer Resolutionen verurteilt und "weitere bedeutende Maßnahmen" angekündigt. US-Präsident Barack Obama forderte wie Seoul harte Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang.
Nordkorea hatte nach eigenen Angaben einen standardisierten Atomsprengkopf gezündet, der auf strategische Raketen montiert werden kann. Die Angaben über die Stärke der Explosion reichen von 10 Kilotonnen bis zu 25 Kilotonnen TNT. Die Atombombe von Hiroshima 1945 hatte eine Sprengkraft von rund 13 Kilotonnen.
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