BND verschweigt US-Spionage am Frankfurter Flughafen

  29 September 2016    Gelesen: 957
BND verschweigt US-Spionage am Frankfurter Flughafen
Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat vor mehr als zehn Jahren entdeckt, dass US-Geheimdienste geheimen Zugang zu den Kamera-Überwachungssystemen am Flughafen von Frankfurt am Main hatten, aber seine Informationen nicht weitergegeben, wie der TV-Sender MDR berichtet.
Es handelt sich dabei um die Überwachungssysteme der Firma NetBotz, die vor allem in hochsensiblen Sicherheitsbereichen wie Serverräumen installiert wurden. Eine Quelle soll den BND bereits 2004 auf diesen Vorgang hingewiesen haben. Eine technische Überprüfung eines der Geräte habe ergeben, dass das System verdeckt eine Verbindung mit einem amerikanischen Militärserver herzustellen versuchte, so der Sender.

Der BND hat jedoch beschlossen, diese Informationen in seine Berichterstattung nicht aufzunehmen. Der Grund sei die Befürchtung möglicher politischer Implikationen bei Offenlegung dieser Information, hieß es.

Dem Sender zufolge wird der Vorgang bereits vom Generalbundesanwalt geprüft. Der BND beobachtete schon 2005, dass NetBotz massiv an Kunden wie Regierungsstellen, z.B. an das Auswärtige Amt und Kunden im Bereich der High-Tech- und Rüstungsindustrie herantrat. Im Bereich der deutschen High-Tech-Industrie wurden Überwachungssysteme verkauft. Dabei bot NetBotz die Überwachungslösungen offenkundig unter Wert an und lehnte eine umsatzstärkere Anfrage einer Einzelhandelskette ab, hieß es.

Quelle : sputnik.de

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